Viper Niza Racing führt die 24H Barcelona nach zehn Stunden überraschend an

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Die Michelin 24H Barcelona haben nach den ersten zehn Rennstunden bereits einiges zu bieten. Zahlreiche Führungswechsel, enge Zweikämpfe und mehrere Zwischenfälle haben das Rennen geprägt. Überraschend liegt nach zehn Stunden der Viper Niza Racing Mercedes-AMG GT3 Evo an der Spitze.

Das Fahrzeug mit Douglas Khoo, Dominic Ang, Melvin Moh und Aaron Lim Say Joon führt die Gesamtwertung vor dem Up2Race Porsche 911 GT3 R Evo von Tim Heinemann, Fabio Grosse, Alfred Renauer und Oleksiy Kikireshko. Heinemann konnte kurz zuvor die schnellste Rennrunde fahren und macht weiter Druck auf den Mercedes-AMG. Auf Rang drei folgt der HAAS RT BMW M4 GT3 Evo. Peter und Nicolas Guelinckx, Storm Gjerdrum und Manel Lao Cornargo befinden sich weiterhin in der Führungsrunde. Die Führung in der GT3 Pro-Am geht nach zehn Stunden an den Era Motorsport Ferrari 296 GT3 Evo mit Dwight Merriman, Oliver Bryant, Ryan Dalziel und Jake Hill.

In der 992-Klasse führt Red Camel-Jordans.nl mit Fabian Danz, Luc Breukers, Rik Breukers und Ivo Breukers. Dahinter liegt der HRT Performance Porsche 911 GT3 Cup mit James Kellett, Jonathan Kearney, Steven Gambrell und Igor Sorokin, der gleichzeitig die 992-Am-Klasse anführt. In der GT4-Klasse liegt Team Sorg Rennsport mit dem Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport von Norbert Dekker, Maximilian Hill, Benito Tagle und Chara Mansur vorne. Allerdings beträgt der Vorsprung auf den CP Motorsport BMW M4 GT4 nur wenige Sekunden.

GT3

Der Rennstart gehörte zunächst Ajith RedAnt Racing. Mikaël Grenier konnte sich im Mercedes-AMG GT3 Evo gegen Polesetter Maxime Martin im GetSpeed Team PCX Mercedes-AMG durchsetzen und übernahm bereits in der ersten Runde die Führung.

Auch Jesse Krohn erwischte im Gamota Racing BMW M4 GT3 Evo einen starken Start und verbesserte sich von Rang vier auf Platz drei. Dahinter folgten der Saintéloc Junior Team Audi R8 LMS GT3 Evo II, der Up2Race Porsche und der Era Motorsport Ferrari. Krohn ging bereits in der achten Runde an Martin vorbei und übernahm damit Platz zwei. Martin erhielt wenig später allerdings eine Zehn-Sekunden-Strafe, da er beim rollenden Start seine Position nicht korrekt gehalten hatte.

Während der ersten Code-60-Phase nach rund 75 Minuten sorgten unterschiedliche Boxenstrategien für weitere Veränderungen an der Spitze. Im weiteren Rennverlauf wechselte die Führung mehrfach zwischen verschiedenen Fahrzeugen, ehe HAAS RT mit Nicolas Guelinckx zeitweise die Spitze übernahm.

Auch Viper Niza Racing blieb währenddessen konstant im Kampf um die Gesamtführung. Dominic Ang, Aaron Lim Say Joon und Melvin Moh konnten sich immer wieder an der Spitze behaupten. Nach zehn Stunden liegt der Mercedes-AMG nun überraschend ganz vorne.

Für zwei der favorisierten GetSpeed-Fahrzeuge verlief der Abend dagegen deutlich schlechter. Der Meisterschaftsführende JR286 Mercedes-AMG musste mit Adam Osieka am Steuer aufgrund eines Getriebeproblems die Box ansteuern. Kurz darauf wurde auch der GetSpeed Team PCX Mercedes-AMG mit einem Problem am vorderen linken Radlager in die Boxengasse geschoben. Beide Fahrzeuge verloren dadurch wichtige Zeit. Der PCX Mercedes wurde nach circa 20 Minuten wieder auf die Strecke gelassen.

992

In der 992-Klasse erwischte der deutsche Julian Hanses im QMMF by HRT Performance Porsche einen starken Start und übernahm bereits in der ersten Runde die Führung. Dahinter folgten Rik Breukers im Red Camel Porsche, James Kellett im HRT Performance Fahrzeug und Martin Rump im Mühlner Motorsport Porsche.

Nach den ersten Boxenstopps änderte sich die Reihenfolge mehrfach. Steven Gambrell übernahm zwischenzeitlich die Führung in der Klasse für HRT Performance. Mühlner Motorsport verlor durch ein technisches Problem bereits in der zweiten Rennstunde etwas Boden und musste einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen.

An der Spitze blieb es anschließend jedoch weitgehend ruhig. Nach zehn Stunden führt Red Camel-Jordans.nl vor dem HRT Performance Porsche. Mühlner Motorsport hat sich inzwischen wieder auf Rang drei nach vorne gearbeitet. Gleichzeitig befinden sich die Spitzenfahrzeuge der 992-Klasse weiterhin in Schlagdistanz zu den Gesamtpodiumsplätzen der GT3-Fahrzeuge.

GT4, GTX und TCE-TCX

In der TCE-TCX-Klasse sorgte bereits nach rund einer Rennstunde ein Feuer für den ersten größeren Zwischenfall. Der Not Only Motorsport Ligier JS2 R musste die Strecke verlassen, nachdem Gino Rocchio zunächst wegen eines Tankstopps an die Box gekommen war und das Team anschließend Probleme am Fahrzeug feststellte. Kurz nach der Rückkehr auf die Strecke musste Rocchio das Fahrzeug mit Rauch und Flammen aus dem Motorbereich in Kurve drei abstellen.

Der Zwischenfall löste die erste Code-60-Phase des Rennens aus. Die Führung übernahm daraufhin asBest Racing mit dem Porsche 718 Cayman GT4 CS. Der Not Only Motorsport Ligier hatte im weiteren Verlauf erneut mit einem technischen Problem zu kämpfen und verlor mehrere Runden. Nach zehn Stunden liegt das Fahrzeug dennoch bereits wieder auf Rang vier der Klasse. An der Spitze entwickelte sich unterdessen ein enges Duell zwischen den CP Motorsport und Stanco&Tanner Motorsport Cupra TCR DSG. Die beiden Fahrzeuge lagen über weite Strecken eng zusammen, ehe der Stanco&Tanner Cupra in der sechsten Rennstunde durch einen Reifenschaden vorne links deutlich Zeit verlor.

Auch THRW Honda Racing hatte kein Glück. Der Honda Civic Type R FL5 mit der Startnummer 124 schlug nach einer Berührung mit einem Porsche aus der 992-Klasse heftig in die Streckenbegrenzung ein. Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 123 wurde ebenfalls nach einer Kollision beschädigt, diesmal nach einem Kontakt mit dem Saintéloc Audi.

In der GT4-Klasse lag zunächst der CP Motorsport BMW M4 GT4 vorne. Nach den ersten Boxenstopps konnte sich jedoch der Team Sorg Rennsport Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport an die Spitze setzen. Nach zehn Stunden ist der Kampf weiterhin völlig offen, denn zwischen den beiden Fahrzeugen liegt nur wenig.

Die GTX-Klasse wird weiterhin vom einzigen Starter angeführt. Der Vortex 2.0 mit Philippe Bonnel, Julien Boillot, Thierry Chkondali, Marc Girard und Michel Sallenbach fährt dabei konkurrenzfähig und liegt knapp außerhalb der Top 20 der Gesamtwertung.

Noch 14 Stunden

Nach zehn von insgesamt 24 Rennstunden ist damit noch lange keine Entscheidung gefallen. Besonders an der Spitze der GT3-Klasse bleibt das Rennen offen, während mehrere Favoriten bereits wertvolle Zeit verloren haben. Das Rennen geht noch 14 Stunden. Die komplette zweite Hälfte der Michelin 24H Barcelona seht ihr weiterhin live und mit deutschem Kommentar auf unserem YouTube-Kanal! Das Rennen findet ihr hier ⬇️