Die Asian Le Mans Series startet in zwei Wochen in die Saison 2026/27. Zum Auftakt gastiert die Meisterschaft mit zwei Vier-Stunden-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet. Insgesamt stehen 46 Fahrzeuge in drei Klassen auf der vorläufigen Teilnehmerliste. Neben 16 LMP2- und 28 GT3-Fahrzeugen gehen auch zwei Hypercars an den Start. Die beiden Ferrari 499P bilden das erste Hypercar-Aufgebot in der Geschichte der Asian Le Mans Series.
Hypercar – Zwei Ferrari 499P bilden das erste Aufgebot
Die größte Neuerung der kommenden Saison ist die Einführung der Hypercar-Klasse. Zum Auftakt in Le Castellet werden zwei Ferrari 499P an den Start gehen, die beide von AF Corse betreut werden, allerdings unter unterschiedlichen Teamnamen antreten. Der erste Eintrag läuft unter dem Namen Cetilar Racing. In der Startnummer 47 teilen sich Roberto Lacorte, sein Sohn Nicola Lacorte und Ferrari-Werksfahrer Antonio Fuoco das Cockpit. Das Trio wird bereits beim Saisonauftakt die beiden Vier-Stunden-Rennen bestreiten.
Der zweite Ferrari startet unter dem Namen AF Corse. In der Startnummer 90 übernimmt der Argentinier Luis Pérez Companc das Steuer, unterstützt von den beiden Le-Mans-Siegern Yifei Ye und Nicklas Nielsen. Damit umfasst das erste Hypercar-Aufgebot der Meisterschaft insgesamt sechs Fahrer, darunter zwei Ferrari-Werksfahrer.
LMP2 – 16 Fahrzeuge kämpfen um den Titel und Le-Mans-Einladung
In der LMP2-Klasse erwarten uns ein stark besetztes Feld mit insgesamt 16 Oreca 07 Gibson. Neben dem Kampf um den Meistertitel geht es auch in dieser Saison wieder um die automatische Einladung zu den 24 Stunden von Le Mans 2027. Die amtierenden Meister von CrowdStrike Racing by APR kehren mit ihrer Startnummer 4 zurück und wollen den dritten Titel in der Asian Le Mans Series gewinnen. George Kurtz, Louis Delétraz und Laurin Heinrich bilden das Fahrertrio. Für Heinrich ist es eine weitere Gelegenheit, seine Erfahrung aus dem internationalen GT- und Prototypensport einzubringen.
Algarve Pro Racing setzt ebenfalls auf ein starkes Aufgebot. In der Startnummer 25 fahren Michael Jensen, Enzo Trulli und Malthe Jakobsen. Jensen möchte seinen zweiten ALMS-Titel gewinnen, während Jakobsen nach drei aufeinanderfolgenden LMP2-Meisterschaften seinen vierten Titel in Folge anstrebt. APR bringt zudem ein zweites Fahrzeug an den Start. Die Startnummer 20 wird von den ehemaligen LMP3-Meistern Jens Reno Møller und Theodor Jensen gemeinsam mit dem Österreicher Charlie Wurz pilotiert.
Auch United Autosports ist mit zwei Fahrzeugen vertreten. Die Startnummer 22 teilen sich Giorgio Roda, Ian Aguilera und IndyCar-Pilot Sting Ray Robb, der vor seinem Debüt im Sportwagenbereich steht. In der Startnummer 2 treten Phil Fayer, Hunter McElrea und Mikkel Jensen an. Das Fahrzeug war ursprünglich unter der Nummer 23 angekündigt worden. Besonders interessant ist auch das Aufgebot von AF Corse. In der Startnummer 55 treffen der ehemalige Formel-1-Pilot Jack Doohan, Le-Mans-Sieger Phil Hanson und Alex Dimirdjian aufeinander. Die zweite Oreca mit der Startnummer 83 wird von Jeremy Clarke, Julien Andlauer und Nicolas Varrone pilotiert.
Proton Competition setzt auf zwei Fahrzeuge. In der Startnummer 11 sind Georgios Kolovos und Alpine-WEC-Fahrer Charles Milesi gemeldet, während ein weiterer Fahrer noch bestätigt werden muss. Die Startnummer 66 wird von einem österreichischen Trio besetzt. Neben Horst Felbermayr und seinem Sohn Horst Felix Felbermayr verstärkt Alpine-WEC-Pilot Ferdinand Habsburg das Aufgebot.
Nielsen Racing tritt mit einer rein amerikanischen Fahrerpaarung an. Steven Thomas, Max Garcia und Scott Huffaker teilen sich die Startnummer 24. DKR Engineering setzt auf Tom van Rompuy und Laurents Hörr, während der dritte Fahrer noch offen ist. Inter Europol Competition bringt ebenfalls zwei Oreca an den Start.
In der Startnummer 34 sind Bijoy Garg und Niels Koolen bestätigt. Die Startnummer 43 wird von Cian Shields und Le-Mans-Doppelsieger Nicholas Yelloly pilotiert. Bei beiden Fahrzeugen stehen allerdings noch Fahrerplätze aus. Weitere Teams sind CLX Motorsport, Duqueine Team und Team Virage. Damit verspricht die LMP2-Klasse einen international stark besetzten Wettbewerb.
GT3 – 28 Fahrzeuge und acht Hersteller
Die größte Klasse des Starterfeldes bildet erneut die GT3-Kategorie. Insgesamt 28 Fahrzeuge von acht verschiedenen Herstellern sind für den Saisonauftakt gemeldet. Mercedes-AMG stellt mit sieben Fahrzeugen das größte Aufgebot, gefolgt von Porsche mit sechs sowie Ferrari und Aston Martin mit jeweils vier Autos. McLaren, Lamborghini und Ford sind mit jeweils zwei Fahrzeugen vertreten, während BMW ein einzelnes Fahrzeug ins Rennen schickt.
Die amtierenden GT-Meister von Kessel Racing kehren mit einem Ferrari 296 GT3 zurück. Die Startnummer 74 im auffälligen Car-Guy-Design wird von Takeshi Kimura, Mathys Jaubert und Esteban Masson pilotiert. Die letztjährigen ALMS-GT-Fahrermeister Dustin Scott Blattner und Dennis Marshall wechseln hingegen von Ferrari zu McLaren. Gemeinsam mit Tom Fleming treten sie für Garage 59 in der Startnummer 58 an. Das britische Team bringt zusätzlich einen zweiten McLaren 720S GT3 an den Start.
Manthey ist mit zwei Porsche 911 GT3 R Evo vertreten. In der Startnummer 92 fahren die beiden Österreicher Klaus Bachler und Raphael Rennhofer gemeinsam mit dem Deutschen Max Moritz. Die Startnummer 91 wird von Le-Mans-Klassensieger Richard Lietz sowie Flynt Schuring und Joel Monegro pilotiert.
AF Corse ist das einzige Team, das in allen drei Klassen vertreten ist. Neben den beiden Hypercars und zwei LMP2-Fahrzeugen bringt die italienische Mannschaft auch zwei Ferrari 296 GT3 Evo an den Start. In der Startnummer 50 bilden David Perel, Rafa Duran und Peter Dempsey das Fahrertrio. Die Startnummer 51 teilen sich Francesco Piovanetti, Jef Machiels und Alessio Rovera.
Auch Mercedes-AMG ist mit einem großen Aufgebot vertreten. Neben Petrolife Racing Team und Getspeed gehen zwei Fahrzeuge von 2 Seas Motorsport sowie jeweils ein Auto von Team Qatar by Iron Lynx, Craft-Bamboo Iron Lynx und Winward Racing an den Start. Bei 2 Seas Motorsport sind beide Fahreraufgebote besonders interessant. Die Startnummer 33 wird von den britischen GT-Champions Charles Dawson und Kiern Jewiss gemeinsam mit Christian Mansell pilotiert. In der Startnummer 46 treten Darren Leung, Guy Albag und Chris Lulham an.
Das einzige BMW-Fahrzeug im Feld kommt von Team WRT. Anthony McIntosh, Parker Thompson und BMW-Werksfahrer Max Hesse teilen sich die Startnummer 69 mit dem BMW M4 GT3 Evo. Haupt Racing Team bringt zwei Ford Mustang GT3 Evo an den Start. In der Startnummer 65 sitzen Teambesitzer Hubert Haupt, David Schumacher und Fabio Scherer. Die Startnummer 64 wird von Arjun Maini, Finn Wiebelhaus und Michael Tosi pilotiert.
Auch Lamborghini feiert einen besonderen Auftritt. Mit dem neuen Temerario GT3 treten in Le Castellet erstmals zwei Fahrzeuge in der Asian Le Mans Series an. Leipert Motorsport setzt auf die Startnummer 63 mit Nicolas Stasi, Brendon Leitch und Lance Bergstein. Das zweite Fahrzeug kommt von DFYNE Racing Team und trägt die Startnummer 93. Heart of Racing Team gibt mit zwei Aston Martin Vantage GT3 sein Debüt in der Meisterschaft. Die Startnummer 26 wird von Roman De Angelis, Eduardo Barrichello und Gary Newell pilotiert. In der Startnummer 27 teilen sich Teamchef Ian James, Zac Robichon und Mattia Drudi das Cockpit.
Weitere Porsche kommen von Herberth Motorsport, Proton Competition und High Class Racing. Herberth Motorsport setzt in der Startnummer 21 auf Ralf Bohn, Mathieu Jaminet und Porsche-Nachwuchsfahrer Tom Sargent. Das GT3-Feld wird durch weitere internationale Teams wie Car Blanche by RSL und Ecurie Ecosse Blackthorn komplettiert. Letztere treten mit einem Aston Martin Vantage GT3 Evo an. Eine ursprünglich geplante weitere Ferrari-Einschreibung von Dragon Racing wurde vor dem Saisonauftakt zurückgezogen. Dadurch umfasst das Starterfeld in Le Castellet insgesamt 46 Fahrzeuge statt der ursprünglich vor einem Monat erwarteten 47.
Die provisorische Starterliste (Stand: 2. November 2026) zu den 4H Le Castellet findet ihr hier.
In zwei Wochen geht es los – live bei MTD!
Am 13. November startet die Asian Le Mans Series aufgrund des Konflikts im Nahen Osten in Europa in die neue Saison. Am Freitag, dem 13. November, stehen neben dem freien Training auch die beiden Qualifying-Sessions auf dem Programm. Um 15:05 Uhr geht zunächst die GT3-Klasse auf Zeitenjagd, bevor um 15:50 Uhr die Hypercar- und LMP2-Klassen folgen. Am Samstag startet um 12:15 Uhr das erste Vier-Stunden-Rennen, das bis in die Dämmerung hineinführen wird. Das zweite Rennen beginnt am Sonntag ebenfalls um 12:15 Uhr. Das Qualifying, beide Rennen und die gesamte restliche Saison seht ihr live und mit deutschem Kommentar auf unserem YouTube-Kanal!