F4 CEZ vor Saisonfinale am Hungaroring – Drei Fahrer kämpfen um den Titel

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Die F4 CEZ Championship steht vor ihrem Saisonfinale 2026 auf dem Hungaroring. Nach einer sechsmonatigen Saison, die im April am Red Bull Ring in Österreich begann, fällt an diesem Wochenende die Entscheidung in der Meisterschaft. Im Mittelpunkt steht der Kampf um den Fahrertitel, in dem noch drei Piloten von Jenzer Motorsport Chancen auf den Titel haben. Doch auch in der Rookie-Wertung und der Women Trophy sind noch wichtige Entscheidungen offen. Insgesamt werden 35 Fahrer auf dem Hungaroring erwartet. Das Saisonfinale seht ihr live mit deutschem Kommentar!

Weiss mit besten Chancen auf den Meistertitel

Elia Weiss reist als Spitzenreiter der Gesamtwertung nach Ungarn. Der deutsche hat bislang 299 Punkte gesammelt und liegt damit 42 Zähler vor seinem Teamkollegen Teo Borenstein. Max Karhan belegt mit weiteren 17 Punkten Rückstand den dritten Platz und liegt insgesamt 59 Punkte hinter dem Tabellenführer. Weiss hat die Saison bislang dominiert. Acht Rennsiege und drei weitere Podestplätze unterstreichen seine starke Form. 

Dennoch ist die Meisterschaft noch nicht entschieden, denn beim Saisonfinale sind maximal 75 Punkte zu holen. Damit haben auch Borenstein und Karhan weiterhin rechnerische Chancen auf den Titel. Für Weiss ist die Ausgangslage dennoch komfortabel. Mit 33 weiteren Punkten kann er sich unabhängig von den Ergebnissen seiner Konkurrenten zum Champion der F4 CEZ Championship 2026 krönen. Dafür muss er nicht jedes Rennen gewinnen, sondern vor allem konstant punkten und größere Rückschläge vermeiden.

Borenstein steht dagegen vor einer deutlich schwierigeren Aufgabe. Der Tscheche benötigt ein starkes Finale und ist zugleich auf entsprechende Ergebnisse seines Teamkollegen angewiesen. Selbst drei zweite Plätze würden ihm 60 Punkte einbringen. In diesem Fall dürfte Weiss am Wochenende jedoch höchstens 17 Punkte sammeln, damit Borenstein die Meisterschaft noch für sich entscheiden könnte.

Karhan hat mit 59 Punkten Rückstand die schwierigste Ausgangslage der drei Titelkandidaten. Selbst wenn er das Maximum von 75 Punkten holt, müsste Weiss mit höchstens 15 Punkten aus dem Finale gehen. Gleichzeitig müsste Karhan auch den Rückstand auf Borenstein aufholen. Damit ist er auf ein nahezu perfektes Wochenende und deutliche Rückschläge seiner Konkurrenten angewiesen.

Rookie-Titel zwischen Silkunas und Rechenmacher

Auch in der Rookie-Wertung steht die Entscheidung noch aus. Insgesamt haben in dieser Saison 26 Fahrer Punkte in der Sonderwertung gesammelt. Vor dem Finale sind allerdings nur noch drei Piloten rechnerisch im Rennen um den Titel. Markas Silkunas von Jenzer Motorsport führt die Rookie-Wertung mit 279 Punkten an. Der Litauer hat bislang sechs Rookie-Siege und sechs weitere Podestplätze gesammelt. Auch in der Gesamtwertung ist er stark unterwegs und liegt dort aktuell auf dem fünften Rang.

Sein erster Verfolger ist Simon Rechenmacher von Cram Motorsport. Der Deutsche hat 24 Punkte Rückstand, konnte in der Rookie-Wertung aber bereits acht Siege und zwei weitere Podestplätze feiern. Silkunas profitierte bislang vor allem von seiner Konstanz, die ihn trotz der geringeren Anzahl an Klassensiegen an der Spitze hält.

Georgiy Zasov, Silkunas' Teamkollege bei Jenzer Motorsport, belegt mit 233 Punkten den dritten Rang. Er liegt 46 Punkte hinter dem Spitzenreiter und hat damit ebenfalls noch eine rechnerische Chance auf den Titel. Der Saisonabschluss verspricht somit auch in der Rookie-Wertung einen spannenden Kampf. Hinter den drei Titelkandidaten liegt Ella Häkkinen mit 172 Punkten auf Rang vier. Auch die weiteren Positionen sind noch nicht endgültig vergeben, denn mehrere Fahrer liegen in der Tabelle relativ eng beieinander.

Häkkinen vor dem Titelgewinn in der Women Trophy

In der Women Trophy hat Ella Häkkinen von Jenzer Motorsport die besten Chancen auf den Titel. Die Finnin führt die Wertung mit 275 Punkten an und konnte bislang sechs Klassensiege sowie sechs weitere Podestplätze feiern.

Ihre größte Konkurrentin im bisherigen Saisonverlauf war Mathilda Paatz von Mathilda Racing. Die Deutsche liegt zwar nur 15 Punkte hinter Häkkinen und hat mit acht Klassensiegen sogar zwei mehr gesammelt, wird beim Finale allerdings fehlen. Aufgrund einer Terminkollision mit der F1 Academy reist Paatz nach Austin und kann daher nicht mehr in den Titelkampf eingreifen.

Damit bleibt Michalina Sabaj von AS Motorsport als einzige verbliebene Titelkonkurrentin. Die Polin liegt 25 Punkte hinter Häkkinen und hat mit drei Siegen sowie acht weiteren Podestplätzen ebenfalls eine starke Saison absolviert. Da ein Klassensieg 25 Punkte bringt, kann Sabaj den Rückstand bei den verbleibenden Rennen noch aufholen. Auch abseits des Titelkampfes gibt es einige Veränderungen im Starterfeld. Alexia Danielsson, die mit einem Sieg und fünf weiteren Podestplätzen in vier Rennwochenenden überzeugte, wird ebenfalls in Austin bei der F1 Academy antreten und fehlt deshalb beim Finale.

Ginevra Panzeri von PA Racing by AS Motorsport kehrt dagegen nach ihren Einsätzen bei den ersten beiden Saisonveranstaltungen zurück. Auch Ivonn Simeonova, die in Most und Brünn antrat, steht wieder im Aufgebot. Sie wird bei Mathilda Racing gemeinsam mit der französischen F4-Pilotin Clara Stiebleichinger antreten, die ihr Debüt in der F4 CEZ Championship gibt. Ebenfalls neu im Starterfeld ist die Brasilianerin Vicky Farfus, Tochter des BMW-Werksfahrers Augusto Farfus, die für Cram Motorsport erstmals in der Meisterschaft antritt.

Ungarische Teams wollen vor heimischem Publikum überzeugen

Das Saisonfinale auf dem Hungaroring ist auch für zwei ungarische Teams ein besonderes Wochenende. HunOK Motorsport setzt zwei Fahrzeuge für die Lokalmatadoren Mate Kocsis und Patrick Lipovics ein. Zengo Motorsport wird durch Benett Gaspar vertreten.

Alle drei Fahrer wollen die Gelegenheit nutzen, sich vor heimischem Publikum von ihrer besten Seite zu zeigen und die Saison mit starken Ergebnissen abzuschließen. Da der Eintritt am Sonntag frei ist, dürfen sich die Teams zudem auf zusätzliche Unterstützung von den heimischen Fans freuen. Bei einem Starterfeld von insgesamt 35 Fahrern steht einem intensiven Abschluss der F4-CEZ-Saison nichts im Wege. Die komplette Starterliste findet ihr hier.

Zeitplan und Übertragung

Nach drei Jahren Pause kehrt die Serie auf den Hungaroring zurück. Gleichzeitig gibt es zum Saisonfinale wieder eine deutschsprachige Live-Kommentierung der Meisterschaft. Nachdem wir von Motorsport Television Deutschland die Serie bereits 2025 live auf Deutsch kommentiert und 2026 die Highlights begleitet haben, konnten wir unsere Partnerschaft mit Křenek Motorsport weiter ausbauen. Alle vier Rennen des Saisonfinales werden live mit deutschem Kommentar von Simon Fauser auf dem offiziellen YouTube-Kanal der F4 CEZ Championship übertragen.

Bereits heute standen vier Test-Sessions auf dem Programm. Am Freitag folgen zunächst die Trainings-Heats, bevor am Nachmittag ab 14:56 Uhr die beiden Qualifying-Heats ausgetragen werden. Am Samstag stehen die ersten beiden Rennen an. Um 08:52 Uhr startet Rennen 1 mit den Gruppen A+B, ehe um 15:07 Uhr Rennen 2 mit den Gruppen B+C folgt. Am Sonntag geht es in die entscheidende Phase des Wochenendes. Rennen 3 mit den Gruppen A+C beginnt um 09:19 Uhr, bevor um 13:38 Uhr das vierte und letzte Rennen des Saisonfinales gestartet wird. Zur Einstimmung auf das Wochenende gibt es außerdem am Freitag um 18:00 Uhr die Highlights vom vorletzten Saisonlauf in Brünn auf unserem YouTube-Kanal. So seid ihr bestens auf das Finale der F4 CEZ Championship vorbereitet!