Teo Borenstein gewinnt Saisonfinale der F4 CEZ 2026

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Teo Borenstein hat das Saisonfinale der F4 Central European Zone am Hungaroring gewonnen. Der Tscheche von Jenzer Motorsport setzte sich in einem turbulenten Rennen gegen seinen Teamkollegen Elia Weiss durch, der sich bereits im ersten Rennen vorzeitig den Meistertitel gesichert hatte. Simon Rechenmacher rückte nach einer Zeitstrafe gegen Georgiy Zasov auf den dritten Platz vor.

Schon vor dem eigentlichen Rennstart kam es zu einem Zwischenfall. Markas Šilkūnas, der ursprünglich von Platz vier starten sollte, verlor beim Aufwärmen seiner Reifen auf der Start-Ziel-Geraden die Kontrolle über sein Fahrzeug. Die Rennleitung ordnete deshalb eine zusätzliche Einführungsrunde an, während Šilkūnas das Rennen aus der Boxengasse aufnehmen musste.

Beim anschließenden Start behauptete Elia Weiss von der Poleposition zunächst die Führung, während Borenstein von Platz zwei ins Rennen ging. Nach mehreren Zwischenfällen in der ersten Runde musste das Safety-Car auf die Strecke. Nachdem das Fahrzeug von Paul Andriotis aus dem Auslaufbereich in Kurve 1 geborgen worden war, wurde das Rennen wieder freigegeben. Borenstein nutzte die Gelegenheit und setzte seinen Teamkollegen unter Druck. Mit einem starken Überholmanöver außen in Kurve 2 bereitete er den entscheidenden Angriff vor und zog in Kurve 3 an Weiss vorbei. Damit übernahm der Tscheche die Führung.

Das Rennen blieb auch danach turbulent. Zunächst schickte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke, ehe das Rennen aufgrund von Trümmerteilen auf der Strecke mit der roten Flagge unterbrochen werden musste. Der Ungar Benett Gáspár von Zengő Motorsport war bei einem Zweikampf mit Mio Olert in Kurve 2 verunglückt. Der Lokalmatador versuchte zunächst, sich innen neben den Schweden zu setzen. Als er bemerkte, dass ihm nicht genügend Platz blieb, versuchte er auszuweichen, konnte eine Berührung mit dem Heck von Olerts Fahrzeug jedoch nicht mehr verhindern. 

Daraufhin geriet Gáspár von der Strecke ab und prallte nach einer vorherigen Berührung mit der Leitplanke in die Reifenstapel. Bei dem Unfall wurde der Frontflügel seines Fahrzeugs beschädigt und verfing sich unter den Vorderrädern, wodurch Gáspár nur noch eingeschränkt bremsen konnte. Nachdem das Unfallfahrzeug geborgen und die Trümmerteile von der Strecke entfernt worden waren, konnte das Rennen fortgesetzt werden. Borenstein führte weiterhin vor Weiss.

Während Borenstein bis zum Ende die Führung verteidigte und Weiss auf Platz zwei ins Ziel kam, entwickelte sich dahinter ein intensiver Kampf um den letzten Podestplatz. Georgiy Zasov und Simon Rechenmacher lieferten sich über mehrere Kurven ein enges Duell. Rechenmacher versuchte unter anderem, in Kurve 2 außen vorbeizugehen, doch Zasov hielt zunächst dagegen. Im weiteren Verlauf verließen beide Fahrer bei ihrem Zweikampf die Strecke.

Zasov überquerte die Ziellinie zunächst auf Platz drei. Nach einer Untersuchung durch die Rennkommissare erhielt er jedoch eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe, weil er die Schikane in den Kurven 6 und 7 abgekürzt und sich dadurch einen Vorteil verschafft hatte. Damit fiel er auf den achten Platz zurück und musste das Podium dem Deutschen Rechenmacher überlassen.

Profiteur der Zeitstrafe war auch Archie Owen von Hitech. Der Waliser rückte auf den vierten Platz vor und überzeugte bei seinem Debüt in der F4 CEZ mit einer starken Leistung. In allen drei Rennen am Hungaroring musste er sich nach technischen Problemen im Qualifying von den hinteren Startplätzen nach vorne arbeiten. Im Rennen gelang ihm unter anderem ein sehenswertes Überholmanöver außen an Aleksandar Bogunović vorbei. Bogunović kam als Fünfter ins Ziel, gefolgt von Dean Pedersen und Erik Poulsen. Zasov wurde nach seiner Zeitstrafe als Achter gewertet, während Francesco Pio Coppola Neunter wurde. David Gorčica komplettierte die Top Ten. Die finalen Ergebnisse des vierten Rennens findet ihr hier.

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Elia Weiss beendete die Saison mit 369 Punkten und einem Vorsprung von 41 Zählern auf Teo Borenstein, der sich den Vizemeistertitel sicherte. Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegte mit Max Karhan ein weiterer Fahrer von Jenzer Motorsport, der die Saison mit 256 Punkten abschloss. David Walther wurde Vierter. Er hatte sich im Titelkampf lange Zeit als einer der größten Konkurrenten von Weiss erwiesen, ehe sich Maffi Racing nach dem vergangenen Rennwochenende aus der Meisterschaft zurückzog. Rang fünf ging an Rookie Simon Rechenmacher, der sich damit vor Markas Šilkūnas platzierte.

In der Rookie-Wertung setzte sich Šilkūnas jedoch gegen Rechenmacher durch und sicherte sich den Titel. Die Frauenwertung entschied Ella Häkkinen für sich. Die Finnin setzte sich gegen die Polin Michalina Sabaj und die Deutsche Mathilda Paatz durch. Auch in der Teamwertung durfte Jenzer Motorsport jubeln. Mit mehr als 600 Punkten sicherte sich das Team erneut den Meistertitel. Alle vergebenen Titel gingen an Jenzer Motorsport. Den kompletten Meisterschaftsstand findet ihr hier.

Damit ist die Saison 2026 der F4 Central European Zone beendet. Der Auftakt zur neuen Saison ist vom 15. bis 18. April 2027 auf dem Salzburgring in Österreich geplant. MTD bedankt sich bei Křenek Motorsport und dem F4-CEZ-Medienverantwortlichen Tomáš Vacín für die Zusammenarbeit in der Saison 2026. Dank dieser Unterstützung konnten die Highlights der Meisterschaft auf Deutsch übertragen und das Saisonfinale live auf dem offiziellen YouTube-Kanal der F4 CEZ kommentiert werden. Ein großes Dankeschön gilt außerdem allen, die die Übertragungen verfolgt und unterstützt haben. Wir hoffen, auch 2027 wieder dabei zu sein!