Aris Kyriakou führt nach Auftaktrunde die Meisterschaft an – Strafenchaos in Rennen 2 und zwei Rennsperren für Runde 2

Von /

Das Indian Racing Festival 2026 ist am vergangenen Wochenende auf dem Kari Motor Speedway in Coimbatore in die neue Saison gestartet. Zum Auftakt stand die erste Runde der F4 Indian Championship auf dem Programm, die mit drei Rennen und sieben unterschiedlichen Podestplätzen bereits einen engen Kampf um die Meisterschaft offenbarte. Zum Mann des Wochenendes wurde Aris Kyriakou, der mit zwei zweiten Plätzen und einem Sieg im dritten Rennen die meisten Punkte sammelte und die Auftaktrunde mit insgesamt 51 Punkten als Meisterschaftsführender verlässt. Hinter ihm folgen Luviwe Sambudla mit 38 und Aaron Mehta mit 32 Punkten.

Qualifying

Am Samstag standen die beiden 15-minütigen Qualifyings der ersten Saisonrunde auf dem Programm. Im ersten Qualifying sicherte sich der erst 15 Jahre alte Singaporeaner Aaron Mehta vom Team Kolkata Royal Tigers die Pole Position. Mit einer Rundenzeit von 1:05,652 Minuten war er 0,183 Sekunden schneller als Aris Kyriakou auf Platz zwei. Mahlori Mothlabani komplettierte die Top drei mit lediglich 0,187 Sekunden Rückstand auf Mehta. Zwischen Kyriakou und Mothlabani lagen damit gerade einmal vier Tausendstelsekunden. Mit seiner Pole Position schrieb Mehta zudem Geschichte: Er wurde zum jüngsten Fahrer in der Geschichte der F4 Indian Championship, der sich den ersten Startplatz sichern konnte.

Im zweiten Qualifying schlug Kyriakou zurück. Er sicherte sich mit einer Zeit von 1:05,511 Minuten die Pole Position für das dritte Rennen. Mehta folgte mit 0,178 Sekunden Rückstand auf Rang zwei, während Mothlabani erneut den dritten Platz belegte. Die finalen Ergebnisse des Qualifying findet ihr hier.

Rennen 1

Im ersten Rennen am Samstag sorgte der Südafrikaner Luviwe Sambudla für eine der größten Überraschungen des Wochenendes. Für Goa Aces JA Racing startete er lediglich von Platz acht, arbeitete sich aber bereits innerhalb der ersten vier Runden durch das Feld und befand sich anschließend im Kampf um die Podestplätze. Wenig später gelang es Sambudla, die Führung zu übernehmen.

Eine Safety-Car-Phase aufgrund eines Drehers brachte das Feld zur Rennmitte wieder zusammen und drohte Sambudlas Aufholjagd zunichtezumachen. Der Südafrikaner ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und verteidigte seine Position an der Spitze.

Nach 31 Minuten überquerte Sambudla die Ziellinie als Sieger und hatte dabei 2,245 Sekunden Vorsprung auf Kyriakou. Pole-Sitter Aaron Mehta komplettierte das Podium auf Rang drei. Im Rennen konnte Mehta sein hohes Tempo allerdings nicht über die gesamte Distanz halten. Mit zunehmendem Reifenverschleiß fiel der 15-Jährige hinter Sambudla und Kyriakou zurück, sicherte sich bei seinem Debüt aber dennoch einen beeindruckenden dritten Platz.

Hinter dem Podium komplettierten Bhuvan Bonu und Swarnav Das die Top fünf. Aryan Narola wurde Sechster und profitierte damit von der umgekehrten Startaufstellung für das zweite Rennen, bei der er von der Pole Position ins Rennen gehen durfte. Die finalen Ergebnisse des ersten Rennens findet ihr hier.

Rennen 2

Das zweite Rennen am Sonntag stand anschließend ganz im Zeichen des nächsten 15-jährigen Fahrers. Aryan Narola startete für Goa Aces JA Racing von der Pole Position und verteidigte diese über die komplette Renndistanz. Über 26 Runden hinweg setzte Aris Kyriakou den Führenden unter Druck, doch Narola behielt die Kontrolle und brachte den Sieg ins Ziel. Gerade einmal 0,624 Sekunden trennten die beiden Fahrer beim Fallen der Zielflagge. Für Narola war der Erfolg gleichzeitig ein historischer Sieg. Er wurde zum zweitjüngsten Rennsieger in der Geschichte der F4 Indian Championship.

Auf der Strecke überquerte Bhuvan Bonu die Ziellinie zunächst als Dritter, gefolgt von Aaron Mehta und Krishay Gutte. Doch nach dem Rennen folgte ein regelrechter Strafenhagel. Insgesamt wurden acht Fahrer nachträglich mit Zeitstrafen belegt. Die genauen Gründe für die Sanktionen sind nicht bekannt, da keine entsprechenden Stewards' Decisions veröffentlicht werden. Das Führungsduo Narola und Kyriakou blieb von den Sanktionen verschont und behielt die Plätze eins und zwei. Der auf der Strecke drittplatzierte Bhuvan Bonu erhielt eine 18-Sekunden-Zeitstrafe und fiel dadurch auf Rang vier zurück.

Noch härter traf es Aaron Mehta. Der ursprüngliche Vierte erhielt eine 33-Sekunden-Zeitstrafe und wurde dadurch auf Rang sieben zurückgestuft. Ntiyiso Mabunda wurde mit einer besonders hohen Strafe von 133 Sekunden belegt und fiel von Platz sechs auf den elften und damit letzten Platz der gewerteten Fahrer zurück. Der große Nutznießer der Strafen-Welle war Swarnav Das. Ursprünglich auf Rang acht ins Ziel gekommen, rückte er durch die Strafen der Konkurrenz nachträglich auf den dritten Platz vor und sicherte sich damit den letzten Podestplatz. 

Weitere Zeitstrafen erhielten Luviwe Sambudla mit 33 Sekunden, Enzo Rujugiro mit 25 Sekunden, Krishay Gutte und Anay Doshi mit jeweils 18 Sekunden sowie Mathias Alexander Forland mit sieben Sekunden. Die finalen Ergebnisse des zweiten Rennens findet ihr hier.

Rennen 3

Im dritten und letzten Rennen der Auftaktrunde zeigte sich schließlich, warum Kyriakou am Ende des Wochenendes als großer Gewinner dastand. Nachdem er im zweiten Qualifying die schnellste Zeit gefahren war, startete er zum dritten Rennen von der Pole Position. Vor allem Mahlori Mabunda setzte Kyriakou über weite Strecken des Rennens unter Druck. Mabunda verfügte dabei offenbar über genügend Tempo, um um den Sieg kämpfen zu können, hatte jedoch zunehmend mit  Dirty Air zu kämpfen. Die verwirbelte Luft hinter Kyriakous Fahrzeug reduzierte den Abtrieb an Mabundas Fahrzeug und erschwerte es ihm, in den Kurven dicht genug heranzukommen.

Kyriakou hielt dem Druck stand und sicherte sich schließlich seinen ersten Saisonsieg. Mabunda musste sich mit Rang zwei begnügen, während Aaron Mehta als Dritter über die Ziellinie kam. Luviwe Sambudla, der Sieger des ersten Rennens, belegte diesmal den vierten Platz. Bhuvan Bonu komplettierte die Top fünf.

Für zusätzliche Spannung sorgten die letzten eineinhalb Minuten. Während Kyriakou und Mabunda bereits dabei waren, die langsameren Fahrer zu überrunden, kam Ntiyiso Mabunda, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei lag, in der vorletzten Runde in Sektor zwei zum Stillstand. Daraufhin wurde die gelbe Flagge geschwenkt. Besonders Aaron Mehta profitierte von dem Zwischenfall. Er lag zu diesem Zeitpunkt hinter Kyriakou sowie den beiden südafrikanischen Fahrern auf Rang vier und rückte durch das Pech von Ntiyiso Mabunda noch auf den dritten Platz vor. Damit sicherte sich Mehta sein zweites Podium des Wochenendes.

Die Strafen fielen diesmal weniger drastisch aus als im zweiten Rennen. Enzo Rujugiro, der zunächst als Sechster gewertet wurde, erhielt jedoch eine 133-Sekunden-Zeitstrafe und fiel dadurch auf Rang acht zurück. Noch bitterer endete das Rennen für Krishay Gutte und Swarnav Das. Gutte wurde nach Runde 21 disqualifiziert und erhielt zusätzlich eine Sperre für das nächste Rennen. Auch Swarnav Das, der das Rennen auf Rang neun beendet hatte, wurde mit einer Sperre für das nächste Rennen belegt. Die finalen Ergebnisse des drittens Rennens findet ihr hier.

Kyriakou übernimmt Meisterschaftsführung

Nach drei Rennen steht damit Aris Kyriakou an der Spitze der F4 Indian Championship. Seine beiden zweiten Plätze und der Sieg im letzten Rennen brachten ihm insgesamt 51 Punkte ein.

Luviwe Sambudla folgt mit 38 Punkten auf Rang zwei, während Aaron Mehta mit 32 Zählern Dritter ist. Für Kyriakou geht es nun darum, seine Konstanz auch beim nächsten Auftritt zu bestätigen. Den kompletten Meisterschaftsstand nach Runde eins findet ihr hier. Die F4 Indian Championship bleibt für die zweite Runde am Kari Motor Speedway in Coimbatore. Bereits dieses Wochenende am 19. und 20. September geht es weiter. Auch die zweite Runde gibt es wieder live und kostenlos auf unserer Website!