15 Fahrer starten in Jeddah in die dritte Saison der F4 Saudi-Arabian Championship

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Die Aramco F4 Saudi-Arabian Championship startet an diesem Wochenende in Jeddah auf dem Jeddah Corniche Circuit in ihre dritte Saison. Insgesamt 15 Fahrer sind für den Saisonauftakt eingeschrieben, darunter mit Amin Kara Osman und Marlon Bayer auch zwei deutschsprachige Nachwuchsfahrer.

Im vergangenen Dezember krönte sich Kit Belofsky zum zweiten Champion der Geschichte der F4 Saudi-Arabian und zugleich zum ersten Champion unter der alleinigen technischen Verantwortung von Hitech. Zuvor hatte Meritus.GP die Meisterschaft 2024 für kurze Zeit betrieben. Unverändert bleibt dagegen Altawkilat als Titelsponsor und Promoter der Serie. Wie bereits im vergangenen Jahr werden insgesamt 100.000 US-Dollar an Preisgeld ausgeschüttet.

Auch beim technischen Reglement gibt es keine Änderungen. Zum dritten Mal kommt der Tatuus F4-T421 mit dem 1,4-Liter-Abarth-Motor zum Einsatz, der auch in zahlreichen weiteren Formel-4-Meisterschaften verwendet wird. Alle Fahrzeuge werden von Hitech eingesetzt, während die Teamnamen vor allem aus kommerziellen Gründen verwendet werden.

Unverändertes Format von 2025

Auch das Rennformat entspricht weitgehend dem der vergangenen Saison. An drei der sechs Rennwochenenden finden vor dem eigentlichen Rennbetrieb zwei Test-Sessions statt. Am ersten offiziellen Tag stehen anschließend ein 40-minütiges Freies Training und ein 20-minütiges Qualifying auf dem Programm, ehe das erste Rennen über maximal 30 Minuten beziehungsweise zwölf Runden in Jeddah ausgetragen wird.

Am zweiten Tag wird das gleiche Format wiederholt. Das erste Qualifying bestimmt dabei die Startaufstellung für Rennen 1, während das zweite Qualifying die Startplätze für Rennen 2 festlegt. Das Punktesystem orientiert sich am Formel-1-System, sodass ein Sieg mit 25 Punkten belohnt wird.

Fahrer & Teams

Die Teams sind dabei größtenteils saudi-arabische Unternehmen. Nach einer erfolgreichen Saison 2025 bleibt Hitech auch 2026 für die technische Durchführung der Meisterschaft verantwortlich.

Peax

Der 15-jährige Isaac Seah im Auto mit der Startnummer 6 steigt nach seinem ersten vollständigen Jahr im OK-Kartsport in den Formelsport um. Der in Großbritannien lebende Singapurer erreichte in der FIA Karting European Championship in Mülsen als bestes Ergebnis einen zwölften Platz und beendete die Gesamtwertung auf Rang 51.

Auch Hamzah Al-Fayez im Auto mit der Startnummer 29 gibt sein Formel-Debüt. Der 17-jährige Jordanier war bislang im Kartsport im gesamten Nahen Osten aktiv und wurde dabei von Hamza Dirani betreut, einem jordanischen Rennfahrer und Pionier des Motorsports in seinem Heimatland. Al-Fayez führt zudem aktuell gemeinsam mit Ghaith Abuta’a die Gesamtwertung des GR Cup Yaris Qatar an.

7.23

Mit dem Deutschen Amin Kara Osman im Auto mit der Startnummer 7 feiert ein weiterer Nachwuchsfahrer sein Formel-Debüt. Der 15-Jährige absolvierte in diesem Jahr seine zweite Saison im internationalen Senior-Kartsport und trat unter anderem für das Haupt Racing Team an. In der WSK Euro Series beendete Kara Osman die Saison auf dem 15. Gesamtrang und absolvierte bereits in diesem Sommer einen F4-Test mit Hitech in Snetterton.

Sein Teamkollege Archie Owen im Auto mit der Startnummer 40 ist ebenfalls 15 Jahre alt und wechselt nach seiner Rookie-Saison im OK-Kartsport in den Formelsport. Mit Prema Racing und KR Motorsport wurde der Waliser 51. in der WSK Super Master Series. Bereits am vergangenen Wochenende sammelte Owen bei der vorletzten Runde der British F4 in Silverstone seine ersten Erfahrungen im Formelsport – ebenfalls mit Hitech.

Wrap & fly

Lucas Nanji im Auto mit der Startnummer 8 wurde kurzfristig für die Saison verpflichtet. Der 18-jährige Kanadier kehrt damit in den Formel-4-Sport zurück, nachdem er im vergangenen Jahr beim Saisonfinale der F4 Italian in Monza für Prema Racing angetreten war. 2026 fuhr Nanji in der USF2000 für Pabst Racing und belegte mit einem besten Rennergebnis von Platz fünf den 13. Gesamtrang.

Marlon Bayer im Auto mit der Startnummer 44 gibt ebenfalls sein Formel-Debüt. Der 16-jährige Österreicher mit Schweizer Rennlizenz ist der Sohn von Racing-Bulls-CEO Peter Bayer und sammelte in diesem Jahr vor allem bei Testfahrten mit F4-Fahrzeugen Erfahrung. Dabei war er unter anderem mit Campos Racing in Europa unterwegs. Zusätzlich nahm Bayer einmal an der IAME Euro Series in Wackersdorf in der X30-Senior-Klasse teil.

Cyberani

Faris Organji im Auto mit der Startnummer 10 ist einer von zwei Fahrern im Starterfeld, die bereits in der vergangenen Saison in der F4 Saudi Arabian antraten. Der 18-jährige Saudi-Araber beendete die Meisterschaft 2025 auf dem 19. Platz und erzielte dabei zwei Top-10-Ergebnisse. Zuletzt absolvierte Organji die letzten vier Saisonläufe der GB4 mit Scorpio Motorsport. Sein bestes Ergebnis war ein 16. Platz in Brands Hatch.

Jordyn Martin im Auto mit der Startnummer 88 setzt ihre Karriere im Formelsport nach ihrer Rookie-Saison in der GB4 fort. Die 16-jährige US-Amerikanerin mit peruanischen Wurzeln fuhr für Fortec und beendete die Meisterschaft auf Rang 18. Ihr bestes Ergebnis war ein siebter Platz in Donington Park. Als bestplatzierte Fahrerin der GB4 erhielt Martin ein Stipendium in Höhe von 50.000 Euro, das für einen Start in der F1 Academy 2027 eingesetzt werden kann.

SDEC

Der 16-jährige Emirati Zakaria Doleh im Auto mit der Startnummer 16 gehört zu den wenigen Fahrern im Feld, die bereits Rennerfahrung mit dem Tatuus F4-T421 gesammelt haben. Anfang des Jahres fuhr Doleh für Yas Heat Racing in der UAE4 Series und belegte dort den 33. Gesamtrang. Sein bestes Ergebnis war ein 18. Platz in Dubai.

Georges Nassar im Auto mit der Startnummer 31 gibt dagegen sein Formel-Debüt. Der 17-jährige Libanese war in diesem Jahr hauptsächlich bei Rotax-Max-Veranstaltungen aktiv und gewann im April die UAE RMC Senior Max Meisterschaft 2025/26. Zuletzt erreichte Nassar im Juli das Finale der RMC International Trophy.

Zahid

Veer Chopra im Auto mit der Startnummer 19 kommt ebenfalls neu in den Formelsport. Der 15-jährige Inder führt aktuell die OK-N-Wertung des Champions of the Future Academy Program an. In der UAE RMC 2025/26 gewann Chopra zudem den Junior-Max-Titel. Im Sommer sammelte er bei Testfahrten mit der Motorsport Performance Academy in Europa erste Erfahrungen mit einem Formel-4-Fahrzeug.

Aleksandar Vukcevic wird unterdessen überraschend in den Formelsport wechseln, obwohl er zuvor keine klassische Kartsportkarriere absolviert hat. Der 18-jährige Serbe lebt und studiert an der International University of Monaco. Zum Saisonauftakt wird Vukcevic allerdings noch nicht antreten. Er verpasst die ersten beiden Rennwochenenden aufgrund einer Lebensmittelvergiftung.

Iconna

Nach seiner Rookie-Saison in der Ginetta Junior Championship in Großbritannien wechselt der 16-jährige Brite Harrison Mackie im Auto mit der Startnummer 24 in den Formelsport. Für Elite Motorsport wurde Mackie Vizemeister und erzielte dabei vier Siege sowie neun weitere Podestplätze.

Abdullah Ayman Kamel im Auto mit der Startnummer 99 kehrt in die F4 Saudi-Arabian zurück. Der 18-jährige Saudi-Araber belegte 2025 den siebten Gesamtrang und feierte dabei einen Podestplatz auf seiner Heimstrecke in Jeddah. In diesem Jahr absolvierte Kamel mit AKM unter anderem Teilprogramme in der Formula Winter Series und der E4 Championship. Sein bestes Ergebnis war ein neunter Platz in der Formula Winter Series in Estoril.

My-Car

Der 15-jährige US-Amerikaner Devin Walz im Auto mit der Startnummer 27 gibt nach seiner ersten vollständigen Saison im Senior-Kartsport sein Formel-Debüt. In der diesjährigen WSK Super Master Series belegte er im OK-Klassement den neunten Rang, in der FIA Karting European Championship wurde er Elfter.

Eva Dorrestijn im Auto mit der Startnummer 66 startet ebenfalls erstmals in einem Formelrennen. Die 17-jährige Niederländerin beendete die diesjährige IAME Series Benelux in der X30-Senior-Wertung auf dem 16. Platz. Dorrestijn verfügt bereits über Erfahrungen mit Formel-4-Fahrzeugen. Sie nahm sowohl am diesjährigen als auch am letztjährigen F1-Academy-Rookie-Test teil.

Die Starterliste für Runde 1 findet ihr hier.

Zeitplan

Der Saisonauftakt beginnt bereits heute mit dem offiziellen Testtag und zwei 40-minütigen Test-Sessions. Am Freitag folgt der erste Renntag mit dem Freien Training, Qualifying 1 und dem ersten Rennen um 20:00 Uhr deutscher Zeit. Am Samstag steht das gleiche Programm auf dem Plan, ehe um 20:00 Uhr das zweite Rennen des Wochenendes gestartet wird.

Beide Rennen der F4 Saudi-Arabian Championship könnt ihr live und mit deutschem Kommentar von Simon Fauser auf unserem YouTube-Kanal verfolgen!