Vier Rennen und vier verschiedene Sieger beim vierten Saisonlauf in Jerez

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Die Porsche Sprint Challenge Ibérica gastierte am vergangenen Wochenende auf dem Circuito de Jerez – Ángel Nieto. Nach dem Comeback von Manuel Alves im ersten Rennen sorgten drei weitere Sprintrennen am Sonntag für einen abwechslungsreichen Renntag. Am Ende gab es vier verschiedene Sieger in vier Rennen, mehrere spannende Positionskämpfe und mit Jordi Fuset einen Debütsieger, der gleich zwei Siege in der Bronze Class und einen Gesamtsieg mit nach Hause nahm.

Rennen 1

Der zweimalige Porsche Sprint Challenge Ibérica Champion Manuel Alves hätte sich seine Rückkehr in die Meisterschaft kaum besser vorstellen können. Nachdem der Portugiese die ersten drei Saisonrunden verpasst hatte und in Jerez gemeinsam mit Duarte Camelo für LOB Motorsport an den Start ging, sicherte er sich zunächst die Pole Position und anschließend den Sieg im ersten Rennen. Bei Temperaturen von bis zu 35 Grad dominierte Alves bereits das erste Qualifying. Hinter ihm reihten sich Meisterschaftsleader Borja García, Patrick Cunha und Miguel Lobo ein. Chloe Grant überzeugte ebenfalls und fuhr die fünftschnellste Zeit des gesamten Feldes sowie die Bestzeit der Ladies-Cup-Fahrerinnen.

Im Rennen entwickelte sich anschließend ein Duell zwischen Alves und García. Der LOB-Motorsport-Fahrer übernahm die Führung und musste sich über die 13 Runden immer wieder gegen den Spanier behaupten. García ließ den zweimaligen Champion nicht davonziehen, konnte aber auch keinen entscheidenden Angriff mehr setzen. Am Ende trennten die beiden lediglich 1,4 Sekunden.

Alves feierte damit bei seiner Rückkehr direkt den Gesamtsieg. García konnte sich zumindest mit der schnellsten Rennrunde trösten. Mit einer Zeit von 1:47,262 Minuten auf seiner fünften Runde setzte er die Bestmarke. Rang drei ging an Miguel Lobo vom RGB Racing Team. Der Portugiese fuhr ein konstantes Rennen und sicherte sich gleichzeitig den Sieg in der Bronze Class. Lorenzo Mendieta belegte dort bei seinem Debüt den zweiten Platz, während Gildardo Herrera die Top drei der Klasse komplettierte.

Für eine weitere starke Leistung sorgte Flame Airikkala. Die junge Finnin von AF Motorsport dominierte die Ladies Cup, kam als Vierte ins Ziel und sicherte sich zudem den dritten Platz in der Silver Class hinter Alves und García. Airikkala hatte sich zuvor bewusst dafür entschieden, die Saison alleine zu bestreiten, und konnte in Jerez erneut ihre starke Form unter Beweis stellen.

Die Top fünf des ersten Rennens komplettierte João Macedo Silva im Porsche von Skualo Competición. In der Ladies Cup belegte Francisca „Kika“ Queiroz Rang zwei. Für Chloe Grant nahm das Rennen dagegen ein bitteres Ende. Nach ihrer starken Vorstellung im Training und der schnellsten Zeit der Ladies-Cup-Fahrerinnen im Qualifying musste die Britin bereits kurz nach dem Start aufgeben. Die finalen Ergebnisse des ersten Rennens findet ihr hier.

Rennen 2

Am Sonntag warteten gleich drei weitere Sprintrennen auf die Fahrer. Bei Temperaturen zwischen 25 und 34 Grad begann der Renntag mit Álvaro Bajo auf der Pole Position. Der GT Corse-Pilot erwischte einen guten Start und verteidigte die Führung über alle zwölf Runden. Wirklich entspannt war sein Rennen jedoch nicht. Hinter ihm musste sich Teamkollege Alejandro Barambio Perea gegen den Debütanten Jordi Fuset verteidigen und gleichzeitig versuchen, den Abstand zu Bajo zu verkürzen. Barambio hielt dem Druck stand und sicherte sich Platz zwei. 

Die große Überraschung war jedoch Fuset. Bei seinem ersten Rennen in der Porsche Sprint Challenge Ibérica stellte der Fahrer von Real Peña Motorista Vizcaya seinen Porsche 992 GT3 Cup direkt auf das Gesamtpodium und gewann gleichzeitig die Bronze Class.

Duarte Camelo arbeitete sich für LOB Motorsport auf Rang vier nach vorne, während Tomas Slootweg bei seinem PSCI-Debüt als Fünfter ebenfalls eine starke Leistung zeigte. Diego Carrascal Vega wurde durch einen Reifenschaden zurückgeworfen. Auch Flame Airikkala setzte ihre starke Serie fort. Nach ihrem Sieg am Samstag gewann sie erneut die Ladies Cup und bestätigte damit ihre starke Anpassung an das Fahren ohne Teamkollegin. Die finalen Ergebnisse des zweiten Rennens findet ihr hier.

Rennen 3

Am Nachmittag ging es bei mittlerweile fast 34 Grad mit Rennen drei weiter. Borja García startete von der Pole Position und bog als Erster in die erste Kurve ein. Hinter ihm musste sich Manuel Alves zunächst gegen Chloe Grant und Miguel Lobo behaupten. Grant gelang es zwischenzeitlich sogar, am zweimaligen Champion vorbeizugehen, doch Alves holte sich den zweiten Platz wieder zurück. Kurz darauf gerieten Grant und Lobo in einen Positionskampf, bei dem es zur Berührung kam. Lobo kam von der Strecke ab und löste damit die einzige Safety-Car-Phase des Rennens aus.

Beim Restart zeigte García keine Schwäche. Der GT-Corse-Pilot reagierte perfekt, behauptete die Führung und begann sich erneut etwas abzusetzen. Alves blieb jedoch in Schlagdistanz. Gleichzeitig hatte der Portugiese nach einem leichten Kontakt mit García mit einem beschädigten Kühler zu kämpfen.

In der Schlussphase erhöhte Alves noch einmal den Druck und versuchte, García den Sieg streitig zu machen. Der Spanier blieb jedoch cool und brachte den Vorsprung ins Ziel. García gewann damit Rennen drei, während Alves nach seinem Sieg am Samstag diesmal als Zweiter über die Ziellinie kam. Hinter den beiden sorgte Chloe Grant für ein starkes Comeback. Nach ihrem Ausfall im ersten Rennen sicherte sich die AF-Motorsport-Pilotin den dritten Gesamtrang und gleichzeitig den Sieg in der Ladies Cup. Die finalen Ergebnisse des drittens Rennens findet ihr hier.

Flame Airikkala folgte direkt dahinter und bestätigte erneut ihre starke Form. Francisca „Kika“ Queiroz sammelte ebenfalls wichtige Punkte für ihre Ladies-Cup-Kampagne. Der Kontakt aus dem Rennen hatte allerdings weitere Folgen: Alves' Porsche wurde am Kühler beschädigt. Eine Reparatur bis zum vierten Rennen war nicht möglich, weshalb Duarte Camelo nicht mehr an den Start gehen konnte.

Rennen 4

Im vierten und letzten Rennen des Wochenendes schrieb schließlich Jordi Fuset die wohl größte Geschichte der Jerez-Runde. Nach seinem dritten Gesamtrang und dem Sieg in der Bronze Class am Vormittag erwischte der Fahrer von Real Peña Motorista Vizcaya einen sensationellen Start. Fuset setzte sich in den ersten Kurven zunächst gegen Álvaro Bajo durch und überholte anschließend auch Pole-Sitter Alejandro Barambio Perea. Damit übernahm der Debütant bereits kurz nach dem Start die Führung.

Von diesem Moment an gab Fuset die Spitze nicht mehr her. Barambio blieb zwar über weite Strecken des Rennens in Schlagdistanz und lag teilweise weniger als eine Sekunde hinter dem Führenden, doch Fuset bewies für seinen ersten Rennauftritt in der Meisterschaft bemerkenswerte Ruhe. Auch eine späte Safety-Car-Phase konnte ihn nicht mehr stoppen. Tomas Slootweg war ins Kiesbett geraten und sorgte damit für eine Neutralisation. Nach dem Restart behauptete Fuset seine Führung und fuhr seinen ersten Gesamtsieg in der Porsche Sprint Challenge Ibérica nach Hause.

Damit wurde aus einem ohnehin starken Debütwochenende eine außergewöhnliche Premiere: zwei Siege in der Bronze Class und ein Gesamtsieg beim ersten Rennwochenende. Gleichzeitig war es der erste Auftritt von Real Peña Motorista Vizcaya in der Porsche Sprint Challenge Ibérica. Barambio Perea wurde Zweiter und sammelte damit erneut wichtige Punkte für die Meisterschaft. Diego Carrascal Vega komplettierte das Gesamtpodium nach einem soliden Rennen, profitierte dabei auch von mehreren Zwischenfällen im vorderen Feld.

Rang vier ging an Filipe Carvalho von Veloso Motorsport. Den letzten Ladies-Cup-Sieg des Wochenendes sicherte sich schließlich Francisca „Kika“ Queiroz, die damit den Erfolg holte, der ihr bei den ersten drei Rennen noch verwehrt geblieben war. Die Portugiesin belegte gleichzeitig einen starken fünften Gesamtrang. Die finalen Ergebnisse des viertens Rennens findet ihr hier.

Mitte Oktober geht es weiter

Die Jerez-Runde der Porsche Sprint Challenge Ibérica hätte kaum abwechslungsreicher verlaufen können. José Monroy, Series Manager der Porsche Sprint Challenge Ibérica, zeigte sich nach dem Wochenende entsprechend zufrieden: 

„Es war eine fantastische Runde und dieser Sonntag ist wahrscheinlich das beste Beispiel dafür, was wir für die PSCI wollen: vier Rennen, vier verschiedene Sieger, viel Zweikampf auf der Strecke und ein Fahrer, der bei seinem Debütwochenende seinen ersten Sieg holt.“

Weiter geht es mit der fünften Saisonrunde auf dem Circuito de Navarra. Vom 16. bis 18. Oktober gastiert die Porsche Sprint Challenge Ibérica im Rahmen des Ultimate Cup Series-Wochenendes in Navarra. Die Rennen gibt es natürlich wieder live auf unserem YouTube-Kanal!