Marcus Littlewood wird erster Champion der Radical Cup Europe

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Die Radical Cup Europe hat am vergangenen Wochenende auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ihre erste Saison beendet. Im Rahmen der Michelin 24H Barcelona und gemeinsam mit den Radical World Finals standen zum Abschluss zwei 50-minütige Rennen auf dem Programm. Der Brite Marcus Littlewood sicherte sich dabei den ersten Gesamtwertungstitel in der Geschichte der Meisterschaft sowie den SR3-Titel. In der SR10-Klasse wurden die Schweden Peter Gustafson und Filip Svensson Meister, während John Macleod den Fangio-Titel einfuhr.

Littlewood reiste mit einem Vorsprung von 37 Punkten auf Sebastian Schou und Morten Strømsted nach Barcelona. Auch Erlend Juan Olsen hatte noch mathematische Chancen auf den Titel. In der Fangio-Wertung verfügte Macleod dagegen über einen größeren Vorsprung, musste die Meisterschaft nach 15 Jahren im Radical-Sport aber ebenfalls noch endgültig sichern.

Rennen 1

Jack Yang von Valour Racing erwischte den besten Start ins erste Rennen und kontrollierte anschließend das Geschehen an der Spitze. Mit 15,546 Sekunden Vorsprung überquerte der US-Amerikaner die Ziellinie vor Morten Strømsted und Sebastian Schou von STEP Motorsport. Luke Kendall, ebenfalls für Valour Racing unterwegs, komplettierte das Podium. Filip Svensson und Peter Gustafson brachten ihren SR10 von Radical Sweden auf Platz vier ins Ziel und sicherten sich damit den Klassensieg. Brian Huang komplettierte die Top fünf.

Für Meisterschaftsführenden Marcus Littlewood verlief der Auftakt dagegen deutlich schwieriger. Ein Problem an seinem SR3 XXR nach dem Pflichtboxenstopp kostete ihn viel Zeit, sodass er das Rennen nur auf Platz elf beendete. Seine Konkurrenten konnten damit wichtige Punkte aufholen. Trotz der Probleme zeigte Littlewood jedoch weiterhin seine Geschwindigkeit und setzte mit einer Rundenzeit von 1:45,192 Minuten die schnellste Runde des Rennens.

Mehrere Neutralisierungen durch eine Safety-Car-Phase und eine Full-Course-Yellow sorgten zusätzlich für Unterbrechungen. Für John Macleod war das Rennen sogar nach nur zwei Runden beendet. Auch seine Fangio-Konkurrenten Paul Denning und Jahid Fazal-Karim sahen die Zielflagge nicht, sodass die Entscheidung auf das letzte Rennen der Saison vertagt wurde. Die finalen Ergebnisse des ersten Rennens findet ihr hier.

Rennen 1 verpasst? Hier kannst du dir die ganze Rennaction in voller Länge als Wiederholung anschauen ⬇️

Rennen 2

Im zweiten Rennen setzte sich erneut Luke Kendall durch. Der Valour-Racing-Pilot feierte damit einen weiteren Gesamtsieg, nachdem er zuvor bereits in COTA in der Radical Cup North America erfolgreich gewesen war. Hinter Kendall entwickelte sich vor allem in der Fangio-Wertung ein spannender Kampf. Paul Denning kam mit nur 1,364 Sekunden Rückstand auf Platz zwei ins Ziel. John Macleod folgte weitere 1,098 Sekunden dahinter auf Rang drei. Dieses Ergebnis reichte Macleod zum Titelgewinn. Der Fahrer von RSR sicherte sich damit die erste Fangio-Meisterschaft der Radical Cup Europe und fügte seinem Erfolg drei aufeinanderfolgenden Fangio-Titeln in der Radical Cup UK einen weiteren Meistertitel hinzu.

Auch im Kampf um den SR3-Titel blieb es bis zum Schluss spannend. Schou und Strømsted hatten mit ihrem zweiten Platz im ersten Rennen den Druck auf Littlewood erhöht. Ein starker Start brachte sie auch im zweiten Lauf zunächst wieder in eine gute Position. Eine Safety-Car-Phase veränderte jedoch den Rennverlauf, sodass das Duo am Ende nur auf Platz fünf ins Ziel kam.

Littlewood kämpfte sich derweil trotz der schwierigen Ausgangslage bis auf Platz vier nach vorne und überquerte die Ziellinie nur 7,506 Sekunden hinter dem Sieger. Mit einer weiteren schnellsten Rennrunde unterstrich der Brite erneut seine Pace. Damit war die Meisterschaft entschieden: Marcus Littlewood wurde zum ersten Gesamt- und SR3-Champion der Radical Cup Europe. Die finalen Ergebnisse des zweiten Rennens findet ihr hier.

Rennen 2 verpasst? Hier kannst du dir die ganze Rennaction in voller Länge als Wiederholung anschauen ⬇️

Littlewood schreibt Radical-Geschichte

Für Marcus Littlewood ist der Titel der nächste Schritt einer beeindruckenden Entwicklung. 2024 gewann er den SR1-Titel im Radical Cup UK, 2025 folgte der Titel in der Radical Cup UK SR3 und nun sicherte er sich 2026 die erste SR3-Meisterschaft der Radical Cup Europe.

Auch Filip Svensson und Peter Gustafson beendeten ihre Saison erfolgreich. Das Duo sicherte sich in beiden Rennen in Barcelona den SR10-Klassensieg und schloss damit eine Saison ab, in der der leistungsstärkere Radical SR10 gemeinsam mit dem SR3 auf mehreren europäischen Rennstrecken zum Einsatz kam. Den Meisterschaftsstand der Radical Cup Europe 2026 findet ihr hier.

Nächster Stopp: 2027

Damit ist die erste Saison der Radical Cup Europe Geschichte. Von Mugello über Spa-Francorchamps, Paul Ricard und den Nürburgring bis zum Saisonfinale in Barcelona bot die Premierensaison fünf Rennwochenenden auf bekannten europäischen Rennstrecken. Alle Wiederholungen der Qualifyings und Rennen der Radical Cup Europe 2026 könnt ihr hier sehen.

Mit dem Ende der ersten Saison geht es 2027 erneut in Mugello weiter. Vom 19. bis 21. März 2027 startet dort die zweite Saison der Radical Cup Europe. Der Kalender bleibt dabei größtenteils unverändert: Der Nürburgring entfällt, dafür kommt der Red Bull Ring in Österreich neu hinzu.

Ein großes Dankeschön geht an das komplette Team von Radical Motorsport sowie Creventic. Auch dem Team von 0221media rund um Regie, Kameras und die gesamte Produktion möchten wir herzlich danken. Hoffentlich bis 2027!