Die fünfte Ausgabe der Radical World Finals fand am vergangenen Wochenende erstmals gemeinsam mit dem Saisonfinale der Radical Cup Europe im Rahmen der Michelin 24H Barcelona statt. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya trafen dabei Fahrer aus Europa und Nordamerika aufeinander, darunter die Meister der Radical Cup North America und Radical Cup Europe sowie zahlreiche bekannte Radical-Piloten. In der SR3-Klasse ging der frisch gekrönte Radical Cup Europe Champion Marcus Littlewood als einer der Favoriten ins Rennen. Der Brite hatte den Europameistertitel bereits vor dem World Finals sicher und konnte sich damit voll auf das 30-minütige Rennen konzentrieren.
Littlewood gewinnt enges SR3-Duell
Marcus Littlewood erwischte einen starken Start und arbeitete sich bereits in der Anfangsphase durch das Feld nach vorne. Eine Safety-Car-Phase rund zehn Minuten vor dem Rennende sorgte anschließend für einen engen Kampf um den Sieg.
Beim Restart entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Littlewood, Gordie Mutch und Cian Geraghty. Littlewood behielt in der Schlussphase die Oberhand und sicherte sich den Sieg in der SR3-Klasse. Mutch kam nur 0,272 Sekunden dahinter ins Ziel, während Geraghty mit 1,038 Sekunden Rückstand den dritten Platz belegte. Luke Kendall wurde Vierter, während der amtierende Radical Cup North America SR3 Champion Jonas Axboe bei seiner ersten World Finals Teilnahme Gesamtplatz sieben erreichte.
Gorski holt SR10-Sieg
In der SR10-Klasse setzte sich Gregg Gorski durch. Der US-Amerikaner hatte die Ziellinie zunächst als Gesamterster überquert und dabei auch die schnellste Rennrunde gefahren. Eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen Überschreitung der Track Limits warf ihn jedoch auf Gesamtplatz fünf zurück. Den SR10-Klassensieg konnte Gorski dennoch feiern. Damit setzte er seine besondere World-Finals-Bilanz fort: Seit der ersten Austragung stand er bei jeder Ausgabe auf dem Klassenpodium und konnte nun erstmals den Sieg in seiner Klasse holen.
Der Kampf um den SR10-Sieg gegen Filip Svensson wurde allerdings früh beendet, nachdem ein Problem den Schweden nach acht Runden zur Aufgabe zwang. Für Gorski ging es anschließend direkt weiter: Noch am selben Tag wechselte er vom Radical in einen Porsche 911 GT3 Cup von HRT Performance, um bei den Michelin 24H Barcelona anzutreten.
Auch in den weiteren Klassen gab es enge Kämpfe. Paul Denning gewann die Fangio-Klasse vor Morten Strømsted und Pascal Bachmann. Bachmann hatte zuvor bereits einen Sieg beim Radical Cup Europe Lauf auf dem Nürburgring gefeiert. Die finalen Ergebnisse des World Finals 2026 findet ihr hier.
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Das Ende der Saison 2026
Die fünfte Ausgabe der Radical World Finals unterstrich erneut den internationalen Charakter der Rennserie. Fahrer aus Europa und Nordamerika trafen in Barcelona aufeinander, während einige Piloten bereits im Laufe der Saison in mehreren Radical-Meisterschaften auf verschiedenen Kontinenten an den Start gegangen waren. Australische Fahrer waren in diesem Jahr nicht dabei, da die Radical Cup Australia am selben Wochenende ihr eigenes Rennwochenende absolvierte. Für die europäischen Radical-Meisterschaften ist die Saison damit größtenteils beendet. Während die Radical Cup Europe ihre erste Saison abgeschlossen hat, steht beispielsweise in der Radical Cup UK noch das Saisonfinale auf dem Programm.
Nach den World Finals wurde das Wochenende bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung im W Hotel Barcelona beendet. Rund 130 Fahrer, Teams, Familienmitglieder und Gäste feierten dort den Abschluss der fünften Radical World Finals und ließen die Saison gemeinsam ausklingen. Vielen Dank an Creventic sowie das gesamte Team von Radical Motorsport für diese tolle Veranstaltung und eine großartige Saison 2026! Bis hoffentlich 2027!