Die TCR Eastern Europe biegt an diesem Wochenende auf dem Hungaroring in die Zielgerade der Saison 2026 ein. Im Kampf um die Fahrermeisterschaft ist noch keine Entscheidung gefallen. Martin Kadlečík und Adam Kout trennen vor dem Saisonfinale lediglich sieben Punkte. In der Teamwertung hat Hyundai Janík Motorsport dagegen beste Chancen, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.
Wie bereits in der vergangenen Saison prägen Kadlečík von Aditis Racing und Kout von Hyundai Janík Motorsport das Geschehen in der TCR Eastern Europe. Die beiden tschechischen Fahrer waren ihren Konkurrenten im bisherigen Saisonverlauf überlegen und haben sämtliche neun Rennsiege unter sich aufgeteilt. Während Kadlečík bislang sechsmal als Sieger ins Ziel kam, stehen für Kout drei Siege zu Buche.
Technische Probleme und unglückliche Zwischenfälle sorgten jedoch dafür, dass sich keiner der beiden entscheidend absetzen konnte. So geht Kadlečík zwar als Meisterschaftsführender in das letzte Rennwochenende, sein Vorsprung auf Kout beträgt allerdings nur sieben Punkte.
Bis zu 55 Punkte zu vergeben
Beim Saisonfinale auf dem Hungaroring sind noch maximal 55 Punkte zu holen. Ein Rennsieg wird mit 25 Punkten belohnt, zusätzlich gibt es drei Zähler für die Poleposition im Qualifying sowie jeweils einen Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde in den beiden Rennen.
Damit ist der Titelkampf weiterhin völlig offen. Kout muss am Wochenende mindestens acht Punkte mehr als Kadlečík sammeln, um den Rückstand aufzuholen und die Meisterschaft noch zu gewinnen. Sollten beide Fahrer am Saisonende punktgleich sein, hätte Kadlečík dank seiner größeren Anzahl an Rennsiegen den Vorteil.
Der Meisterschaftsführende könnte sich den Titel sogar bereits am Samstag sichern. Dafür müsste allerdings eine entsprechende Ergebniskonstellation zustande kommen. Ein mögliches Szenario wäre, dass Kadlečík die Poleposition holt, das erste Rennen gewinnt und zusätzlich die schnellste Rennrunde fährt. Sollte Kout in diesem Fall nicht über den fünften Platz hinauskommen und im Qualifying keine Bonuspunkte erzielen, wäre Kadlečík bereits vor dem letzten Rennen nicht mehr einzuholen.
Aufgrund des geringen Punkteabstands gibt es allerdings zahlreiche weitere mögliche Konstellationen. Das erste Rennen am Samstag dürfte deshalb eine wichtige Rolle spielen und zeigen, mit welchen Chancen die beiden Titelkandidaten in den entscheidenden Lauf am Sonntag gehen. Den kompletten Meisterschaftsstand vor dem Finale findet ihr hier.
Hyundai Janík Motorsport vor Titelverteidigung
Auch in der Teammeisterschaft steht die Entscheidung kurz bevor. Hyundai Janík Motorsport führt die Wertung derzeit mit 86 Punkten Vorsprung auf Aditis Racing an und hat damit eine komfortable Ausgangslage, um den Titel erfolgreich zu verteidigen. Im letzten Rennen am Sonntag sind für die Teams noch maximal 43 Punkte zu holen.
Hyundai Janík Motorsport könnte die Meisterschaft allerdings bereits am Samstag vorzeitig entscheiden. Dafür müsste das tschechische Team seinen Vorsprung gegenüber Aditis Racing im Qualifying und im ersten Rennen um mindestens 18 Punkte ausbauen. Damit richtet sich beim Saisonfinale auf dem Hungaroring die Aufmerksamkeit sowohl auf das enge Duell um die Fahrermeisterschaft als auch auf die mögliche vorzeitige Titelentscheidung in der Teamwertung.
Finale live bei MTD
Erstmals seit 2023 gastiert die TCR Eastern Europe wieder auf dem Hungaroring und spannender könnte das Saisonfinale kaum sein. Neben dem Titelkampf dürfte auch der Überrundungsverkehr eine wichtige Rolle spielen, denn die Croatian National Championship (TCN) ist erneut mit dabei. Bereits am Salzburgring und auf dem Slovakiaring zeigte sich, welchen Einfluss die Überrundungen auf das Renngeschehen haben können.
Am Samstag um 12:30 Uhr startet das erste Rennen, ehe am Sonntag um 14:30 Uhr die endgültige Titelentscheidung fällt. Wer krönt sich zum Meister der TCR Eastern Europe 2026? Beide Rennen seht ihr live mit deutschem Kommentar von Simon Fauser auf unserem YouTube-Kanal!