TCR Eastern Europe vor spannendem Saisonfinale am Hungaroring

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Nach rund fünf Monaten Saisonverlauf fällt an diesem Wochenende auf dem Hungaroring die Entscheidung in der TCR Eastern Europe 2026. Martin Kadlečík und Adam Kout haben die Meisterschaft bislang dominiert und sämtliche Rennsiege unter sich aufgeteilt. Vor dem letzten Rennwochenende trennen die beiden tschechischen Fahrer lediglich sieben Punkte. Doch nicht nur der Titelkampf verspricht Spannung, auch im Duell um den dritten Gesamtrang ist noch alles offen. Zudem kehrt die Serie nach drei Jahren Pause auf den Hungaroring zurück.

Seit dem Saisonauftakt im kroatischen Grobnik dreht sich in der TCR Eastern Europe vieles um Kadlečík und Kout. Der Audi-Pilot von Aditis Racing und der Hyundai-Fahrer von Hyundai Janík Motorsport waren bislang nicht zu schlagen und machten sämtliche neun Rennsiege unter sich aus. Zwar konnten auch Žarko Knego vom Autoklub Dubrovnik, Jiří Zbožínek von Hyundai Janík Motorsport und Petr Čížek von 78 Racing Podestplätze erzielen, für einen Rennsieg reichte es für die Konkurrenz bislang jedoch nicht.

Kadlečík legte mit zwei Siegen beim Saisonauftakt in Grobnik den Grundstein für seine Meisterschaftsführung und behauptet diese seitdem. Kout hielt den Druck jedoch über die gesamte Saison hinweg aufrecht und geht mit nur sieben Punkten Rückstand in das Finale. Bei maximal 55 noch zu vergebenden Punkten ist die Entscheidung damit völlig offen.

Acht TCR-Fahrzeuge beim Saisonfinale und erneut Multiclass-Racing

Insgesamt werden 22 Fahrzeuge auf der Strecke erwartet. Nach mehreren Rennwochenenden mit überschaubarem TCR-Starterfeld wächst das Aufgebot zum Finale wieder etwas an, bleibt mit acht TCR-Fahrzeugen jedoch weiterhin unter zehn Autos. Zum Saisonauftakt in Grobnik waren noch elf TCR-Fahrzeuge am Start.

Neben den bekannten Fahrern der Meisterschaft ist auch Nemanja Milovanović neu im Starterfeld. Der Serbe tritt mit einem Hyundai Elantra von Ahlej Racing an. Bereits in der vergangenen Saison war er in der TCR Eastern Europe unterwegs, damals allerdings mit einem Honda Civic FK2. Auch Luka Fabijančić kehrt nach seinem Auslassen des Rennwochenendes auf dem Slovakiaring zurück.

Wie bereits am Salzburgring und auf dem Slovakiaring wird auch beim Saisonfinale die Croatian National Championship (TCN) mit dabei sein. Dadurch erwartet die TCR-Piloten erneut Multiclass-Racing mit unterschiedlichen Fahrzeugklassen auf der Strecke. Entsprechend wird auch wieder Überrundungsverkehr eine Rolle spielen.

Das Starterfeld der kroatischen Meisterschaft ist dabei vielfältig aufgestellt. Neben Toyota Yaris und Renault Twingo sind unter anderem auch ein Seat Leon 2.0 WTCC sowie BMW E36 mit 3,0-Liter-Motor vertreten. Die vorläufige Starterliste findet ihr hier.

Kadlečík mit Vorteil im Titelkampf

Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale ist klar: Kadlečík muss seinen Vorsprung verteidigen, während Kout die letzte Gelegenheit nutzen möchte, die Meisterschaft noch zu drehen. Beide Fahrer mussten im bisherigen Saisonverlauf jeweils einen Ausfall hinnehmen. Während Kout bei jedem Rennen, das er beendete, auf dem Podium stand, musste Kadlečík am Salzburgring einen fünften Platz hinnehmen, der ihn im Titelkampf wichtige Punkte kostete.

Sollten beide Fahrer am Saisonende punktgleich sein, hätte Kadlečík dank seiner sechs Saisonsiege gegenüber den drei Erfolgen von Kout den Vorteil. Selbst mit zwei weiteren Siegen könnte Kout diese Bilanz beim Finale nicht mehr ausgleichen. Der Fahrer von Aditis Racing hat damit nicht nur den Vorsprung auf seiner Seite, sondern auch einen wichtigen Vorteil bei einem möglichen Gleichstand. Dennoch dürfte sich keiner der beiden einen weiteren größeren Rückschlag erlauben. Mit bis zu 55 Punkten, die am Hungaroring noch zu holen sind, können sich die Kräfteverhältnisse schnell verschieben.

Auch hinter den beiden Titelkandidaten ist noch eine Entscheidung offen. Žarko Knego und Jiří Zbožínek kämpfen um den dritten Gesamtrang und trennen lediglich ein Punkt. Die beiden Hyundai-Piloten werden beim Saisonfinale alles daransetzen, sich in diesem Duell durchzusetzen. Wer die Saison auf dem dritten Platz beendet, dürfte sich erst in den letzten Rennen entscheiden. Den vollständigen Meisterschaftsstand findet ihr hier.

Zeitplan

Am heutigen Donnerstag stehen zunächst private Testfahrten gemeinsam mit GT-Fahrzeugen auf dem Programm. Am Freitag folgen das offizielle freie Training und um 13:43 Uhr das Qualifying. Am Samstag startet um 12:27 Uhr das erste Rennen der TCR Eastern Europe, ehe am Sonntag um 14:30 Uhr der letzte Lauf des Wochenendes ansteht. Dabei fällt die endgültige Entscheidung im Titelkampf zwischen Martin Kadlečík und Adam Kout. Beide Rennen seht ihr live mit deutschem Kommentar von Simon Fauser auf unserem YouTube-Kanal!