Die zweite Saisonrunde des Radical Cup Europe auf dem legendären Circuit de Spa-Francorchamps bot alles, was Langstreckensport ausmacht: enge Zweikämpfe, taktische Pflichtboxenstopps, mehrere Safety-Car-Phasen und zwei völlig unterschiedliche Rennverläufe. Auf dem traditionsreichen belgischen Kurs kämpften insgesamt 22 Fahrzeuge um wichtige Meisterschaftspunkte – und selbst erfahrene Piloten wurden von den Herausforderungen in den Ardennen auf die Probe gestellt.
Bereits im Training setzte das Radical Sweden-Duo Filip Svensson und Peter Gustafson im leistungsstärkeren SR10 die Bestzeit und unterstrich früh seine Ambitionen für das Wochenende. Im Qualifying der SR3-Fahrzeuge entwickelte sich anschließend ein packender Kampf um die Pole Position. Erst auf seiner letzten schnellen Runde sicherte sich Marcus Littlewood im RSR-Rennwagen mit einer Zeit von 2:24,347 Minuten den ersten Startplatz. Der Brite verdrängte damit den US-Amerikaner Luke Kendall (2:24,587 Minuten) sowie Jack Yang aus China knapp auf die weiteren Plätze und sorgte für eine international besetzte erste Startreihe. Offizielle Ergebnisse von Q1 & Q2.
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Das erste Rennen begann direkt mit einem Zwischenfall in der ersten Kurve. Luke Kendall kollidierte mit Peter Paddon, wodurch der Australier das Rennen bereits früh beenden musste. Kendall fiel ans Ende des Feldes zurück und musste eine Aufholjagd starten. Kurz darauf sorgte eine Gelbphase für zusätzliche Spannung, da das Pflichtboxenstopp-Fenster geöffnet wurde und die Teams ihre Strategie anpassen mussten. Besonders bitter verlief dies für Polesetter Marcus Littlewood, der aufgrund von strafen aus seinem erfolgreichen Saisonauftakt länger an der Box stehen musste und dadurch mehrere Positionen verlor.
Davon profitierte Sebastian Schou, der die Führung übernehmen konnte und sich schließlich den Sieg im ersten Rennen sicherte. Hinter ihm beeindruckte Luke Kendall mit einer starken Aufholjagd vom Ende des Feldes auf Rang zwei. Platz drei ging an den zurückkehrenden Briten Chris Preen von Valour Racing, der gleichzeitig auch die Fangio Trophy für Fahrer über 50 Jahre gewann. Die Top 10 komplettierten John Macleod, Jack Yang, Marcus Littlewood, Erlend Olsen, Robin Greenhalgh, Lowen Stephens und Brian Huang. Die kompletten Ergebnisse von Rennen 1 findet ihr hier.
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Auch das zweite Rennen begann mit Chaos in der ersten Kurve. Diesmal erwischte es John Macleod, der nach einer Kollision mit Erlend Olsen und Shaun Hannah vorzeitig ausschied. Wenig später sorgte ein weiterer Zwischenfall von Robin Greenhalgh im Kiesbett für eine weitere Neutralisation. Nach dem Restart setzte sich zunächst das Radical Sweden-Duo mit Filip Svensson am Steuer des SR10 ab und nutzte den Leistungsvorteil des Fahrzeugs, um eine Lücke herauszufahren. Dahinter entwickelte sich ein intensiver Vierkampf zwischen Marcus Littlewood, Luke Kendall, Peter Paddon und Sebastian Schou.
Das Rennen kippte jedoch erneut während einer weiteren Safety-Car-Phase, die exakt mit dem Öffnen des Boxenstopp-Fensters zusammenfiel. Nach dem Fahrerwechsel verlor das führende Radical Sweden-Team seine Spitzenposition, als Peter Gustafson einen Dreher hatte und bis auf Rang 16 zurückfiel. Davon profitierte Peter Paddon, der sich an die Spitze setzte und sich nach seinem frühen Ausfall im ersten Rennen eindrucksvoll zurückmeldete.
Das Rennen endete unter Gelb, nachdem Gastfahrer Luc Breukers verunfallte. Nach dem Rennen erhielt zudem Andy Lowe von 360 Competition eine 15-Sekunden-Zeitstrafe, wodurch er von Rang zwei auf Platz 15 zurückfiel. Davon profitierte erneut Chris Preen, der auf Rang zwei nach vorne rückte und damit erneut die Fangio Trophy gewann. Platz drei ging an Lowen Stephens. Die weiteren Positionen in den Top 10 belegten Jahid Fazal-Karim, Amir Feyzulin, Luke Kendall, Marcus Littlewood, Sebastian Schou, Morten Strømsted, Shaun Hannah und Eddie van Dam. Die kompletten Ergebnisse von Rennen 2 findet ihr hier.
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Nach einem Wochenende voller Strategie, Zwischenfälle und wechselnder Rennsituationen bleibt die Meisterschaft weiterhin eng umkämpft. Marcus Littlewood führt mit 122 Punkten die Meisterschaft an vor Sebastian Schou & Morten Strømsted mit 108 Punkten. Der Radical Cup Europe reist nun Anfang Juni weiter nach Frankreich zum Circuit Paul Ricard, wo auf der langen Mistral-Geraden das nächste Kapitel im Titelkampf geschrieben wird. Natürlich wieder live und mit deutschen Kommentar auf unserem YouTube-Kanal!
Foto: Radical Cup Europe
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