Das erste 24-Stunden-Rennen bei uns hatte es in sich. Unglaubliche Dramatik in der letzten halben Stunde der diesjährigen Michelin 24H Dubai sorgte für einen hochspannenden Schlussakkord der Michelin 24H SERIES Middle East 2025/26. Am Ende jubelte Team WRT, das mit seinen beiden BMW M4 GT3 EVO einen sensationellen Doppelsieg feierte und seine starke Gesamtleistung eindrucksvoll krönte.
Der BMW mit der Startnummer 669, eingesetzt von Team WRT und pilotiert von Jordan Pepper, Kelvin van der Linde, Ben Tuck, Fran Rueda sowie dem neuen GT3-Fahrerchampion der Middle East Anthony McIntosh, setzte in der entscheidenden Phase auf eine mutige Strategie. Statt eines späten „Splash and Dash“ entschied sich das Team bewusst für konsequentes Kraftstoffsparen. Jordan Pepper setzte diese Vorgabe perfekt um und brachte den BMW sicher ins Ziel – mit einer Runde Vorsprung auf das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 27.
Dieses wurde von Christopher Hasse, Thomas Kiefer, Julian Hanses, Mathieu Detry und Stanislav Minsky gefahren und komplettierte den Doppelsieg für Team WRT.
„Am Ende war es eine gemütliche Sonntagsfahrt – nur ein Scherz!“, sagte ein begeisterter Pepper nach dem Rennen. „Wir sind ein kleines Risiko eingegangen, aber es hat sich gelohnt. Mein erstes Rennen als BMW-Werksfahrer gleich zu gewinnen, ist ein Traum, der wahr geworden ist.“
Auch Kelvin van der Linde zeigte sich hochzufrieden: „Dieses Rennen hat mir in meiner Sammlung noch gefehlt. Die Strategie von Team WRT hat erneut perfekt funktioniert.“
Weniger als 30 Minuten vor Rennende sah es noch nach einem dreifachen BMW-Erfolg aus. Der BMW mit der Startnummer 992 von Paradine Competition lag souverän auf Rang drei und führte die AM-Klasse deutlich an. Dann jedoch sorgten eine explodierte Bremsscheibe und ein Reifenschaden vorne links für das vorzeitige Aus. Der dritte Gesamtrang ging dadurch an den konstant starken Winward Racing Mercedes-AMG GT3 EVO mit Maro Engel, Luca Stolz, Daan Arrow und Sergey Stolyarov. Der Paradine-BMW wurde schließlich noch als Vierter gewertet.
Auf Gesamtrang fünf sicherte sich Herberth Motorsport mit dem Porsche 911 GT3 R (992) und den Fahrern Loek Hartog, Antares Au, Ralf Bohn und Joel Sturm den Sieg in der PRO-AM-Wertung. Der Audi R8 LMS GT3 EVO II von Continental Racing by Simpson Motorsport gewann mit Vasily Vladykin, Alex Aka, Mikhail Simonov, Andrey Solukovtsev und Paul Scheushner die AM-Klasse und holte sich zugleich den Titel in dieser Kategorie.
Der BMW mit der Startnummer 669 von Team WRT gewann damit auch den Gesamttitel der Middle East in der GT3-Klasse. Die PRO-AM-Krone ging an den Porsche mit der Startnummer 269 von Herberth Motorsport, gefahren von Vincent Kolb, Max Moritz, Florian Spengler und Sven Müller.
In der 992-Klasse dominierte Tierra Outdoor Racing by FACH das Geschehen. Der Porsche 911 GT3 Cup (992) mit der Startnummer 962, pilotiert von Huub van Eijndhoven, Robert de Haan, Wouter Boerekamps und Ralph Poppelaars, fuhr einen souveränen Klassensieg heraus. Red Ant Racing wurde Zweiter in der Gesamtwertung der 992-Klasse und gewann gleichzeitig die 992 AM-Subklasse mit Steven Palette, Pierre Castelein, Mathieu Castelein und Simon Balcaen. Trotz Rang vier im Rennen sicherte sich Seblajoux Racing mit dem Porsche Nr. 888 und den Fahrern Louis Perrot, Stephane Perrin, Anthony Vince, Alexandr Artemyev und Sebastien Lajoux den Titel sowohl in der 992-Gesamtwertung als auch in der AM-Subklasse.
Die GTX-Klasse ging an Leipert Motorsport, das mit dem Lamborghini Huracán Super Trofeo EVO2 und Brendon Leitch, Manz Thalin, Don Yount, Fred Roberts sowie Gerhard Watzinger einen klaren Sieg einfuhr. Der Titel ging dennoch an den Ginetta G56 GT2 mit der Startnummer 795 von Team CMR, gefahren von Jack Mitchell, Nico Prost, Andrew Bentley und Mike Simpson, trotz eines dramatischen Auspuffdefekts in der Schlussphase.
In der GT4-Klasse blieb Cerny Motorsport über die gesamten 24 Stunden ungeschlagen. Mit dem BMW M4 GT4 und den Fahrern Florian Sternkopf, Joshua Bednarski, Ivan Krapivtsev und Shiv Sapra sicherte sich das Team nicht nur den Sieg in Dubai, sondern auch den Klassentitel der Middle East.
In der TCE- und TCX-Wertung setzte sich asBest Racing mit dem Cupra TCR DSG mit der Startnummer 102 durch. Pia Ohlsson, Lutz Obermann, Junichi Umemoto, Silas Passos und Sebastian Schemmann gewannen sowohl die TCE- als auch die TCX-Krone und rundeten ein ereignisreiches 24-Stunden-Rennen eindrucksvoll ab.
Die kompletten Rennergebnisse findet ihr hier.
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Mit dem Ende der Middle East Saison richtet sich der Blick nun auf die Michelin 24H SERIES Europe. Der Saisonauftakt erfolgt im März mit den 12H Mugello in Italien, gefolgt vom weiteren Verlauf der Serie inklusive des 12H Nürburgring sowie dem großen Finale im November bei den 24H Barcelona.
Danke an alle, die die Michelin 24H Dubai 2026 bei MTD verfolgt haben!
Foto: 24H Series
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