Volles Feld zum Saisonstart – 39 Fahrer kämpfen in der UAE4 Series 2026

Veröffentlicht am 14. Januar 2026 um 20:30

Mit einem beeindruckenden Feld von 39 Fahrern startet die UAE4 Series (ehemals F4 Middle East Championship) 2026 an diesem Wochenende auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi. Viele Talente im internationalen Starterfeld sind gerade einmal 15 Jahre alt, darunter einige Formel-1-Förderpiloten und mehrere Kartsport-Absolventen, die ihre ersten Schritte im Auto-Rennsport machen, unter anderem auch ein Deutscher. Eine Saison voller Spannung und Action ist damit garantiert.

 

Die UAE4, für Formel-4-Fahrzeuge ausgelegt, umfasst vier Rennwochenenden mit insgesamt 12 Rennen. Bereits eine Woche nach dem Saisonauftakt sind die Fahrer erneut in Abu Dhabi im Einsatz, bevor es weiter zum Dubai Autodrome geht. Das Saisonfinale findet schließlich vom 11.–13. Februar auf dem Lusail International Circuit in Katar statt.

Die Serie wird keine FIA-Meisterschaft mehr sein - Mehr Infos hier: UAE4 Series ersetzt F4 UAE Trophy – FIA-Status wechselt in den November

 

Letztes Jahr wechselte der Meister Emanuele Olivieri in die Formula Regional. Das Team, das den Italiener damals einsetzte – das hoch angesehene französische R-ace GP – bringt nun fünf Fahrer an den Start. Darunter zwei Mercedes Formel-1-Junioren: Der 15-jährige Brite Kenzo Craigie feiert nach einem Europameistertitel im Kartsport seine Premiere im Auto-Rennsport, während Andy Consani nach einer überwiegend in Frankreich absolvierten F4-Saison weitermacht. Die britische Nachwuchsfahrerin Emily Coty war 2025 bereits Punktefahrerin in der Serie und kehrt zurück, ebenso wie der Deutsche Elia Weiss, der überwiegend in der italienischen F4 unterwegs war und neu in der Region ist. Komplettiert wird das Quintett von Tomika Gender aus Ungarn, ebenfalls frisch aus dem Kartsport.

 

Italienischer Favorit Prema Racing will seine Niederlage aus 2025 wegmachen. Drei Autos gehen unter dem eigenen Namen an den Start, vier weitere unter der Flagge von Mumbai Falcons Racing Limited. Besonders im Blickfeld stehen die beiden Topfahrer aus der letztjährigen Formula Trophy: Alp Aksoy, der als Überraschung bei seinem Auto-Debüt brillierte, und Niccolò Maccagnani, Ferrari-Junior, der nur knapp hinter ihm lag. Oleksandr Bondarev, von Williams F1 gefördert, siegte ebenfalls im Formula Trophy bei seiner ersten vollen Saison. Abgerundet wird das Mumbai-Falcons-Aufgebot durch den Kartsport-Absolventen Kingsley Zheng Kwan Ho, der sein Debüt in der UAE4 gibt.

 

Im Prema-Lager gibt es weitere Nachwuchstalente: Der Kartsport-Star Christian Costoya, nun McLaren F1-Junior, startet ebenso wie Payton Westcot, die kürzlich ihren ersten F4-Sieg feierte, und David Cosma-Cristofor, der in der Formula Trophy regelmäßig vorne mitfuhr. Ferrari setzt außerdem auf die Dänin Alba Larsen, die in der F1 Academy 2025 den siebten Platz belegte, bei Evans GP, gemeinsam mit Thomas Ingram-Hill, der im Vorjahr Sechster in der GB4 wurde, Rafael Vaessen und Ben Nguyen, die beide bereits in der Formula Trophy starke Leistungen zeigten.

 

Wie üblich ist auch ein Red Bull Junior am Start: Scot Kin Lindblom, der im späten Jahr 2025 in Saudi-arabischen F4 Dritter wurde und in der Formula Trophy den neunten Platz belegte, startet bei Hitech zusammen mit Theo Palmer. Hitech bringt zudem das QMMF-Team aus Katar in die Serie, mit Bader Al Sulaiti in seinem zweiten UAE4-Jahr und Sheikh Nasser Al Thani als Rookie.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Yas Heat Racing Academy Team. Dubai-Pilot Adam Al Azhari startet in seine zweite volle F4-Saison, nachdem er 2025 in der F4 Middle East und in Großbritannien starke Leistungen zeigte. Seine Teamkollegen Zakaria Doleh, Edoardo Iacobucci und Charbel Abi Gebrayel bleiben nach ihrer Teilnahme in der Formula Trophy an Bord.

 

Von Pinnacle Motorsport kommt Rowan Campbell-Pilling, Dritter der Formula Trophy, und Kaylee Countryman, die ebenfalls in der Formula Trophy erfolgreich war, Ryusho Nakazato, zuvor in der japanischen F4 aktiv, und Vladimir Verkholantsev, der im letzten Jahr ein Rennen in der russischen SMP F4 gewann.

Abgerundet wird das Feld durch die Teams Xcel Motorsport und X-GP, mit Joseph Smith und Jarret Clark, die zuvor in den Gineta Juniors auf Großbritannien-Ebene starteten, Brock Burton, der im letzten Jahr einige starke AU4-Ergebnisse zeigte, Jaber Alsabah, der in der Formula Trophy Eindruck hinterließ, sowie Lucas Pasquinelli, der nach einem Einsatz in der Formula Trophy nun für X-GP antritt.

 

Aus Europa komplettieren PHM Racing aus Deutschland mit Emma Felbermayr, die 2025 Zehnte in der F1 Academy war und zuvor Förderpilotin des Sauber F1 Teams war, Iacopo Martinese, Kartsport-Absolvent, und Platon Kosin, der aus SMP F4 kommt. Außerdem steigt Trident Motorsport erstmals in die F4 ein, bekannt als dominantes Team in FIA Formel 3. Sie setzen auf Bernardo Bernoldi, Sohn des Ex-F1-Piloten Enrique Bernoldi, Der Schweizer Florentin Hatemer, der 2025 bereits einige F4-Erfahrungen sammelte, und Dominik Simek, Kartsport-Absolvent. Die komplette Fahrerliste findet ihr hier.

 

Mit einem derart starken und internationalen Starterfeld ist es schwer, einen klaren Favoriten auszumachen. Für viele Fahrer wird es bereits ein großer Erfolg sein, Punkte in dieser hochklassigen UAE4 Series zu sammeln. Am Samstag beginnt das erste Rennen um 13:45 Uhr, am Sonntagmorgen folgt Rennen 2 um 07:25 Uhr, bevor Rennen 3 um 11:20 Uhr startet, direkt im Anschluss an den Stream der Michelin 24H Dubai, den wir noch im Programm haben. Alle Rennen sind live und mit deutschem Kommentar auf unserem YouTube-Kanal zu sehen.

Foto: Top Speed Sports Events LS Limited

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