Nach den ersten sechs Stunden der Michelin 12H Paul Ricard liegt Proton Competition in Führung. Manuel Lauck, Joel Sturm, Constantin Dressler und Jörg Dreisow führen mit ihrem Porsche 911 GT3 R (992) EVO das Feld nach einem ereignisreichen ersten Rennabschnitt auf dem Circuit Paul Ricard an. Auf der Führungsrunde befindet sich zur Halbzeit lediglich noch der Mercedes-AMG GT3 EVO von HOFOR Racing. Das GT3-AM-Quartett mit Maximilian Partl, Torsten Kratz, Alexander Prinz und Michael Kroll geht als Gesamtzweiter in die verbleibenden sechs Rennstunden am Sonntag.
Lange Zeit schien alles auf einen kontrollierten Auftritt von GetSpeed Team PCX Racing hinauszulaufen. Polesetter Maro Engel dominierte die Anfangsphase im Mercedes-AMG GT3 EVO mit der Startnummer 28 und hielt die Konkurrenz zunächst auf Abstand. Doch in den letzten Minuten des ersten Rennabschnitts sorgten unterschiedliche Strategien für eine Verschiebung an der Spitze. Während Jordan Boisson im führenden GetSpeed-Mercedes, Maximilian Partl für HOFOR Racing sowie Ryan Dalziel im Ferrari von Era Motorsport kurz vor Schluss noch einmal zum Nachtanken an die Box kamen, blieb Manuel Lauck auf der Strecke. Dadurch übernahm Proton Competition kurz vor Rennende die Führung und startet am Sonntag von der Spitzenposition in die zweite Rennhälfte. Auf Platz drei folgt der Mercedes-AMG von GetSpeed Team JR286 mit Adam Osieka, Steve Jans, Tanner Harvey und Patrick Liddy. Dahinter liegen der zweite Mercedes-AMG von GetSpeed Team PCX Racing sowie der Audi R8 LMS GT3 EVO II von Continental Racing by Simpson Motorsport jeweils eine Runde zurück.
GT3
Beim fliegenden Start setzte sich Maro Engel souverän an die Spitze. Hinter ihm entwickelte sich ein enger Kampf zwischen Kobe de Breucker im Mercedes-AMG von Ajith Kumar Racing by RedAnt und Elia Erhart im Audi von Saintéloc Junior Team. Bereits in den ersten Kurven sorgte Jake Hill im Ferrari 296 GT3 EVO von Era Motorsport für Aufsehen. Von Startplatz acht arbeitete sich der Brite innerhalb weniger Runden bis in die Top 3 nach vorne und übernahm nach einem sehenswerten Duell mit Erhart sogar Rang zwei. Trotzdem blieb Engel an der Spitze unangefochten und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach den ersten Boxenstopps übernahm zwischenzeitlich Constantin Dressler im Porsche von Proton Competition die Führung, ehe die Mercedes-AMG von GetSpeed wieder die Kontrolle über das Rennen übernahmen.
Im weiteren Verlauf arbeitete sich jedoch HOFOR Racing immer weiter nach vorne. Während sich die Spitzenteams unterschiedliche Strategien zurechtlegten, lag Partl zeitweise sogar auf Gesamtrang zwei und führte gleichzeitig die GT3-AM-Klasse an. Erst die letzten Tankstopps kurz vor Ablauf der ersten sechs Rennstunden brachten die Entscheidung zugunsten von Proton Competition. Lauck erbte die Führung und verpasste es nur knapp, sogar eine komplette Runde Vorsprung auf den Mercedes von HOFOR Racing herauszufahren.
992
In der 992-Klasse verlief der Rennbeginn turbulent. Polesetter Rik Breukers von Red Camel-Jordans.nl fiel am Start zunächst bis auf Rang vier zurück. Die Führung übernahm Martin Rump für Mühlner Motorsport vor Loïc Villiger im Porsche von Orchid Racing Team. Bereits nach wenigen Runden kämpfte sich Breukers jedoch wieder nach vorne und setzte Rump unter Druck. Als beide auf ein langsameres GT3-Fahrzeug aufliefen, nutzte der Niederländer seine Chance und übernahm die Führung.
Für QMMF by HRT Performance verlief das Rennen deutlich unglücklicher. Nach einem Kontakt mit einem Konkurrenten erlitt der Porsche mit der Startnummer 974 Schäden und verlor durch einen längeren Reparaturstopp viele Runden. Mit fortschreitender Renndauer entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Red Camel-Jordans.nl und Mühlner Motorsport. Zur Halbzeit liegt jedoch Mühlner Motorsport in Führung. Martin Rump brachte den Porsche mit der Startnummer 921 mit rund 28 Sekunden Vorsprung auf den 992-AM-Spitzenreiter von Chazel Technologie Course über die Ziellinie des ersten Rennabschnitts.
GTX, GT4 & TCE/TCX
In den Klassen GTX und GT4 verlief das Rennen ohne größere Zwischenfälle. Vortex führt die GTX-Kategorie an, während Circuit Toys die GT4-Klasse kontrolliert.
Für Not Only Motorsport begann das Rennen in der TCE-TCX-Klasse zunächst vielversprechend. Filippo Tornaghi setzte sich früh im Ligier JS2 R an die Spitze, ehe technische Probleme das Team zurückwarfen. Ein Defekt an einem Ölsensor versetzte das Fahrzeug mehrfach in einen Sicherheitsmodus und begrenzte die Geschwindigkeit auf lediglich 60 km/h. Mehrere außerplanmäßige Boxenstopps kosteten viel Zeit und zahlreiche Runden.
Trotz der Schwierigkeiten ist der Kampf um den Klassensieg noch offen. Zur Halbzeit liegt der Ligier von Tornaghi und Gino Rocchio nur eine Runde hinter dem führenden SEAT Leon Cup Racer von asBest Racing mit Pia Ohlsson, Steven Teirlinck und Rafal Gieras.
Part 1 verpasst? Hier kannst du dir die ganze Rennaction in voller Länge als Wiederholung anschauen ⬇️
Morgen um 11:30 Uhr geht es mit den verbleibenden sechs Rennstunden weiter. Die Live-Übertragung beginnt bereits gegen 11:05 Uhr mit deutschem Kommentar auf unserem YouTube-Kanal!
Kommentar hinzufügen
Kommentare