Nach zehn absolvierten Rennstunden eines actionreichen und äußerst dramatischen Michelin 24H Dubai haben Team WRT und Paradine Competition das Geschehen an der Spitze der GT3-Kategorie fest im Griff. Mit ihren BMW M4 GT3 EVO belegen die beiden Teams zur 10-Stunden-Marke geschlossen die Top-4 der Gesamtwertung.
Als die Uhr um 23:00 Uhr Ortszeit stand, führte der BMW mit der Startnummer 27 von Team WRT, pilotiert von Julian Hanses, Christopher Hasse, Thomas Kiefer, Stanislav Minsky und Mathieu Detry, das Rennen an. Direkt dahinter folgte das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 669, gefahren von Anthony McIntosh, Fran Rueda, Jordan Pepper, Kelvin van der Linde und Ben Tuck.
Die beiden Paradine Competition BMW M4 GT3 EVO komplettierten die starke BMW-Formation auf den Plätzen drei und vier. Der BMW mit der Startnummer 991, pilotiert von Augusto Farfus, Pedro Ebrahim, Jamie Day, James Kellett und Darren Leung, lag auf Rang drei, gefolgt vom AM-Klassenführenden BMW Nr. 992 mit Ahmad Al Harthy sowie den Doppelstartern Leung, Kellett und McIntosh.
Der Rennstart verlief turbulent. Polesetter Benjamin Paque behauptete im TFT Racing Mercedes-AMG GT3 EVO zunächst die Führung in Kurve eins, doch bereits in den ersten Runden setzte sich Kelvin van der Linde im BMW Nr. 669 an die Spitze. Von Startplatz acht aus gelang Loek Hartog im Porsche 911 GT3 R (992) von Herberth Motorsport ein Raketenstart bis auf Rang drei, ehe er wenig später auch Paque überholte und auf Platz zwei vorfuhr.
Bereits in der ersten Runde sorgte eine Kollision mehrerer GT3-Fahrzeuge in Kurve neun für den ersten Code 60 des Rennens. Nach der Freigabe entwickelte sich ein intensiver Dreikampf zwischen van der Linde, Hartog und Paque. Letzterer geriet jedoch zunehmend unter Druck von James Kellett, der im führenden GT3-AM-BMW von Paradine Competition beeindruckend von Startplatz zwölf nach vorne stürmte.
In Runde sieben übernahm Kellett Rang drei, wenig später rückte Maro Engel im Winward Racing Mercedes-AMG GT3 EVO auf Platz vier vor. Augusto Farfus schob sich anschließend ebenfalls an Paque vorbei, der bis auf Rang sechs zurückfiel. An der Spitze blieb das Feld bis zu den ersten Boxenstopps extrem eng.
Nach rund 75 Minuten bogen van der Linde und Hartog nahezu zeitgleich in die Boxengasse ab. Herberth Motorsport absolvierte einen besonders schnellen Stopp, Antares Au übernahm das Steuer und kam vor dem BMW Nr. 669 – nun mit McIntosh am Steuer – wieder auf die Strecke. Kurz darauf folgte der nächste Code 60 wegen eines liegengebliebenen Fahrzeugs auf der Start-Ziel-Geraden.
Weitere Neutralisationen prägten die zweite Rennstunde, darunter ein längerer Code 60 nach dem Motorschaden des Mercedes-AMG von Ajith RedAnt Racing. In dieser Phase übernahm Dustin Blattner im Ferrari 296 GT3 von Al Manar by Dragon Racing zeitweise die Führung.
Ab Stunde vier übernahmen jedoch erneut die BMW das Kommando. Augusto Farfus führte im Paradine-BMW Nr. 991 vor Jordan Pepper im WRT-Auto Nr. 669. Alexander Bukhantsov lag im Audi R8 LMS GT3 EVO II von HAAS RT auf Rang drei und führte gleichzeitig die AM-Klasse an, dicht gefolgt von Ahmad Al Harthy im BMW Nr. 992. Der zweite Team WRT BMW mit Thomas Kiefer komplettierte die Top fünf.
Mit Einbruch der Dunkelheit lagen die beiden Paradine-BMW sogar auf den Plätzen eins und zwei. Nach weiteren Code-60-Phasen übernahm zunächst Alim Geshev im Audi Nr. 2 die Spitze, ehe James Kellett im BMW Nr. 991 wieder die Führung zurückholte.
Die achte Rennstunde brachte dann schwere Rückschläge für zwei Topteams. Zunächst blieb der Mercedes-AMG Nr. 81 von Winward Racing in Kurve acht mit fehlendem rechtem Hinterrad stehen – Ausfall für das Fahrzeug, Marvin Dienst zeigte sich fassungslos. Rund 30 Minuten später ereilte den Audi R8 LMS GT3 EVO II Nr. 2 von HAAS RT ein nahezu identisches Schicksal. Das Auto kehrte zwar ins Rennen zurück, lag jedoch rund zehn Runden zurück und kämpfte zusätzlich mit Bremsproblemen.
Zur 10-Stunden-Marke führte schließlich Julian Hanses im BMW Nr. 27 von Team WRT das Gesamtklassement an, vor Anthony McIntosh im Schwesterauto Nr. 669. Der Paradine-BMW Nr. 991 war nach einem Boxenstopp vorübergehend zurückgefallen, während Darren Leung im BMW Nr. 992 die GT3-AM-Klasse anführte. Loek Hartog lag im Herberth Motorsport Porsche an der Spitze der PRO-AM-Kategorie.
In der 992-Klasse führte zunächst Rik Breukers im Porsche von Red Camel-Jordans.nl, ehe zahlreiche Führungswechsel durch Boxenstopps und Code-60-Phasen folgten. Besonders Robert de Haan im Porsche von Tierra Outdoor Racing by FACH präsentierte sich stark. Zwischenzeitlich lagen die ersten vier Fahrzeuge innerhalb von weniger als zehn Sekunden – das engste Klassenfeld im gesamten Rennen.
Nach acht Stunden führte Huub van Eijndhoven für Tierra Outdoor Racing by FACH, ehe zur 10-Stunden-Marke Wouter Boerekamps das Auto übernahm. Ivo Breukers lag für Red Camel-Jordans.nl auf Rang zwei, Mathys Jaubert im Porsche von Seblajoux Racing auf Platz drei. Team GP-Elite führte die 992-AM-Subklasse.
In der GTX-Kategorie entwickelte sich ein intensiver Zweikampf zwischen dem Lamborghini von Rossa LM GT und dem Team CMR Ginetta G56 GT2. Zur 10-Stunden-Marke führte Jack Mitchell im Ginetta mit mehreren Runden Vorsprung.
Die GT4-Klasse wurde klar von Cerny Motorsport dominiert. Joshua Bednarski und später Florian Sternkopf bauten im BMW M4 GT4 (G82) einen Vorsprung von acht Runden auf den Porsche von SRS Team Sorg Rennsport auf.
In der TCE-/TCX-Kategorie übernahm der Cupra TCR DSG Nr. 102 von asBest Racing nach Problemen der Konkurrenz die Führung. Mit Lutz Obermann am Steuer betrug der Vorsprung nach zehn Rennstunden bereits vier Runden.
Die Rennergebnisse nach 10 Stunden findet ihr hier.
Hier könnt euch das Rennen anschauen ⬇️
Foto: 24H Series
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