Beim Saisonfinale der TCR Spain auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya fiel die Entscheidung im Titelkampf 2024. Im Duell zwischen Ignacio „Nacho“ Montenegro (Honda Civic FL5 TCR) und Jenson Brickley (CUPRA León VZ TCR) setzte sich der Argentinier durch und krönte sich zum Meister. Montenegro hielt dem Druck des entscheidenden Rennens stand und sicherte sich den Titel, ohne dabei die starke Saison seines britischen Rivalen zu schmälern.
Auch Ana Carrasco durfte jubeln: Die Spanierin gewann die TCR-Cup-Wertung und wurde erstmals Meisterin dieser Kategorie. Erik Zabala, TCR-Cup-Champion des Jahres 2023, verhinderte trotz einiger Rückschläge im Saisonverlauf bis zuletzt eine frühzeitige Entscheidung und beendete die Meisterschaft als Gesamtdritter sowie bester spanischer Fahrer.
Halder übernimmt die Kontrolle, Montenegro behält die Nerven
Durch die umgekehrte Startaufstellung stand Sandro Pelatti (CUPRA León VZ TCR) auf der Pole-Position. Neben ihm nahm Miguel Ángel Romero Aufstellung. Dahinter folgten Teddy Clairet, Erik Zabala und Titelanwärter Jenson Brickley, der vier Positionen vor Montenegro ins Rennen ging.
Alle 26 Fahrzeuge des Vortages standen auch am Sonntag am Start. Clairet übernahm unmittelbar nach dem Erlöschen der Ampeln die Führung. Romero behauptete zunächst Rang zwei vor Rubén Volt, Mike Halder, Zabala, Montenegro und Pelatti, der vom ersten auf den siebten Platz zurückfiel. Bereits nach zwei Runden hatte Montenegro vier Positionen auf Brickley gutgemacht. Damit lag der Argentinier komfortabel vor seinem Titelrivalen und hatte die Meisterschaft fest in eigener Hand.
Während Clairet an der Spitze einen Vorsprung von rund vier Sekunden herausfuhr, entwickelte sich hinter ihm ein intensiver Kampf um Rang drei. Halder überholte Romero in Kurve 10. Im selben Moment versuchte Volt, die entstandene Lücke zu nutzen, verschätzte sich jedoch und kollidierte mit Romero. Beide verloren dadurch mehrere Positionen.
Kurz darauf zog auch Eric Gené an Brickley und Halder vorbei. Während Clairet seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaute, entwickelte sich in der TCR-Cup-Wertung ein spannender Mehrkampf. Francesco Cardone führte die Klasse souverän an, während sich Tomasso Mascitti, Andrea Palazzo und Santi Castilla ein enges Duell lieferten. Auch Juan Carlos Esteban und Ana Carrasco kämpften über mehrere Runden Rad an Rad. In Runde sechs drehte sich Sebastien Thome und musste anschließend aufgeben.
In der neunten Runde schloss Mike Halder zu Teddy Clairet auf. Die beiden lieferten sich einen kurzen Kampf um die Führung, ehe Halder die Spitze übernahm und sich anschließend absetzen konnte. Hinter den Führenden arbeitete sich Montenegro weiter nach vorne und übernahm vier Minuten vor Rennende den vierten Platz. Wenig später gingen auch Felipe Fernández, Eric Gené und Nicolas Taylor an Volt vorbei.
Während Halder an der Spitze dem Sieg entgegenfuhr, konzentrierte sich der Blick auf den Titelkampf. Zabala machte in den Schlussrunden Druck auf Clairet im Kampf um Platz zwei, während Santi Castilla sein Duell gegen Andrea Palazzo für sich entschied und Rang zwei in der TCR-Cup-Wertung sicherte. Mit seinem Sieg krönte Mike Halder eine starke Aufholjagd, während Nacho Montenegro mit einer kontrollierten Fahrt den Meistertitel perfekt machte.
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Die Organisatoren der TCR Spain zeigten sich mit der Saison äußerst zufrieden. Insgesamt gingen 38 Fahrer aus 15 Teams und 14 Nationen an den Start. Die Meisterschaft habe sich erneut weiterentwickelt und ein hohes sportliches Niveau geboten. Für die kommende Saison ist eine Erweiterung des Kalenders geplant. Ziel ist es, weitere Teams und Fahrer aus Spanien sowie dem Ausland anzuziehen. Die Titelentscheidungen in den Fahrer- und Teamwertungen fielen erst im letzten Rennen der Saison, was nach Ansicht der Organisatoren die hohe Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Meisterschaft unterstreicht.
Foto: TCR Spain
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