Crowdstrike Racing by APR gewinnt erstes Rennen in Dubai

Veröffentlicht am 31. Januar 2026 um 21:00

Ein spektakuläres erstes Vier-Stunden-Rennen der Asian Le Mans Series 2026 in Dubai bot Motorsport auf höchstem Niveau. Drei Safety-Car-Phasen, ein finaler 21-minütiger Sprint zur Zielflagge und zahlreiche Positionswechsel in allen Klassen machten das Rennen zu einem packenden Duell, das erst in den letzten Minuten entschieden wurde.

 

LMP2: Deletraz entscheidet Thriller im Schlusssprint

Das Rennen begann unter blauem Himmel und bei rund 23 Grad Celsius. Am Start behauptete Giorgio Roda im United Autosports (#5)-Oreca die Führung vor John Falb (Algarve Pro Racing #20) und Jens Reno Møller (High Class Racing #49). Dahinter lauerte George Kurtz im Crowdstrike Racing by APR (#4).

Bereits in der Anfangsphase kam es zu einem Zwischenfall in Kurve 1: Tony McIntosh verlor im Team WRT BMW (#69) nach dem Überfahren der Kerbs die Kontrolle und kollidierte mit dem Origine Motorsport Porsche (#87) von Bo Yuan. Während der Porsche weiterfahren konnte, musste der BMW mit Schäden an der Vorderachse lange repariert werden. Die Rennleitung sprach später eine Strafe gegen den BMW aus. Nach den ersten Boxenstopps übernahm Jens Reno Møller kurzzeitig die Führung, ehe ein Ausfall des United Autosports (#6)-Oreca von Phil Fayer in Kurve 5 eine Virtual-Safety-Car-Phase auslöste. Diese ging wenig später in ein Safety Car über.

Beim Restart setzte sich erneut Giorgio Roda an die Spitze, nun vor Mathias Kaiser (Algarve Pro Racing #20) und Gustavo Menezes (High Class Racing #49). Malthe Jakobsen nutzte den Neustart optimal, überholte zunächst Menezes, dann Kaiser und schnappte sich zur Rennhalbzeit auch die Führung.

 

Eine weitere lange Safety-Car-Phase brachte das Feld erneut zusammen. Nach einer weiteren Neutralisation übernahm RD Limited (#30) mit James Allen die Spitze, nachdem James Sweetnam das Fahrzeug zuvor in eine starke Position gebracht hatte. Dahinter folgten Ponos Racing (#45) und Nielsen Racing (#64), wo Alex Quinn von Startplatz acht innerhalb weniger Minuten bis auf Rang zwei vorfuhr.

Als RD Limited (#30) früher als geplant zum Boxenstopp musste, übernahm Quinn die Führung, doch der Fokus lag nun auf dem Crowdstrike Racing by APR (#4)-Oreca. Louis Deletraz war auf frischen Michelin-Reifen unterwegs und machte im letzten Rennabschnitt entscheidend Boden gut. Zunächst überholte er Algarve Pro Racing (#20), ehe er in Kurve 1 auch an Nielsen Racing (#64) vorbeiging und die Führung übernahm. Antonio Fuoco brachte den Cetilar Racing (#47)-Oreca mit derselben Strategie noch bis auf Platz zwei nach vorne, konnte den Rückstand von rund acht Sekunden auf Deletraz jedoch nicht mehr schließen. Tristan Vautier komplettierte im RD Limited (#30)-Oreca das Podium.

 

LMP3: Entscheidung in der letzten Runde

In der LMP3-Kategorie entwickelte sich ein packender Mehrkampf. Zunächst führte Paul Lanchere im CLX Motorsport (#17)-Ligier vor Alex Bukhantsov (Inter Europol Competition #13) und Tim Whale (High Class Racing #94). Nach einer Safety-Car-Phase übernahm Bukhantsov die Führung und setzte sich zunächst leicht ab.

Im letzten Rennabschnitt entbrannte ein direkter Zweikampf zwischen Luciano Moreno im Forestier Racing by VPS (#29)-Ligier und Henry Cubides im Inter Europol Competition (#13)-Ligier. Mehrfach wechselte die Führung, beide Fahrzeuge fuhren über mehrere Runden Stoßstange an Stoßstange.

In der Schlussrunde kam es zur Entscheidung: Moreno kollidierte nach einem Fehler mit einem LMP2-Fahrzeug, wodurch Cubides freie Fahrt hatte und den Sieg sicherte – 0,4 Sekunden vor Forestier Racing. 23Events Racing (#71) komplettierte das Podium mit nur 2,1 Sekunden Rückstand.

 

GT: Marschall siegt nach Strafen und späten Wendungen

Auch die GT-Kategorie bot zahlreiche Führungswechsel. Abdulla Ali Al-Khelaifi führte im QMMF by Getspeed (#37) zunächst das Feld an, ehe Steve Jans im Getspeed (#9)-Mercedes die Führung übernahm. Kurz darauf mischte Dustin Scott Blattner im Kessel Racing (#74)-Ferrari im Kampf um die Spitze mit.

Ein starker Auftritt von Blake McDonald im TF Sport Corvette (#11) endete abrupt, als er in einen Dreher geschickt wurde und schwer beschädigt in der Mauer einschlug. Öl und Trümmerteile auf der Strecke machten eine weitere Safety-Car-Phase notwendig.

Während der Neutralisation wurden Getspeed (#9) und Kessel Racing (#74) wegen eines Verstoßes an der Boxenausfahrt mit Stop-and-Go-Strafen belegt. Nach dem Restart führte zunächst der JMR Corvette (#66) mit großem Vorsprung. Doch nach dem letzten Boxenstopp übernahm Dennis Marschall im Kessel Racing (#74)-Ferrari die Führung, nachdem er Alex Sims im Corvette überholte.

Marschall überquerte die Ziellinie 4,4 Sekunden vor der Corvette und 5,7 Sekunden vor dem Manthey Porsche (#10). Nach dem Rennen wurde der JMR Corvette (#66) jedoch mit zwei Strafen belegt, wodurch das Team vom Podium zurückfiel. Manthey (#10) rückte auf Rang zwei vor, AF Corse (#21) erbte den dritten Platz.

Das offizielle Rennergebnis ist hier abrufbar.

Der Meisterschaftsstand nach Rennen 3 ist hier abrufbar.

Rennen 1 verpasst? Hier kannst du dir die ganze Rennaction in voller Länge als Wiederholung anschauen ⬇️

Nach diesem spektakulären Rennen richtet sich der Blick nun auf Rennen 2, das am Sonntag folgt. Die Ausgangslage verspricht erneut Spannung – denn Dubai hat bereits im ersten Rennen eindrucksvoll gezeigt, dass hier in allen Klassen bis zur letzten Runde alles möglich ist. Morgen ab 10:40 Uhr live mit deutschen Kommentar auf unserem YouTube-Kanal!

Foto: Asian Le Mans Series

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