Erneuter Triumph in Dubai – Crowdstrike Racing by APR holt Doppelsieg

Veröffentlicht am 1. Februar 2026 um 20:00

Auch das zweite Vier-Stunden-Rennen der Asian Le Mans Series in Dubai entwickelte sich zu einem echten Krimi. Alle drei Klassen wurden mit weniger als zwei Sekunden Vorsprung entschieden, mehrere Safety-Car-Phasen beeinflussten das Rennen – und am Ende jubelte erneut Crowdstrike Racing by APR, das mit einem weiteren Sieg ein perfektes Wochenende abrundete.

 

LMP2: Deletraz macht den Doppelsieg perfekt – APR feiert Podiumssweep

Nach einem beinahe problemlosen Start – lediglich Simon Mann verlor den AF Corse Ferrari (#21) in Kurve 3 ohne Fremdeinwirkung – nahm das Rennen schnell Fahrt auf. Die frühe Safety-Car-Phase dauerte nur wenige Minuten, ehe das Feld wieder freigegeben wurde.

Beim Restart kam es direkt zur ersten großen Wendung: Der von der Pole gestartete Giorgio Roda musste den United Autosports (#5)-Oreca mit einem Getriebeproblem verlangsamen und effektiv aufgeben. Die Führung übernahm Jens Reno Møller im High Class Racing (#49)-Oreca, während Kriton Lentoudis im Nielsen Racing (#64)-Oreca mit einem Reifenschaden an die Box musste.

Nach einer weiteren Neutralisation setzte sich John Falb im Algarve Pro Racing (#20)-Oreca an die Spitze. Dahinter entwickelte sich ein intensiver Mehrkampf, während sich das Feld durch weitere Safety-Car- und FCY-Phasen immer wieder zusammenschob.

Nach gut anderthalb Stunden übernahm Malthe Jakobsen im Crowdstrike Racing by APR (#4)-Oreca beim Restart die Führung vor Algarve Pro Racing, Cetilar Racing (#47) und RD Limited (#30). Zwar verloren Mathias Kaiser und Charles Milesi später Positionen an James Allen, doch die Strategieentscheidungen sollten erst im letzten Rennabschnitt ihre volle Wirkung entfalten.

Nach den finalen Boxenstopps führte zunächst Sami Meguetounif im Algarve Pro Racing (#20)-Oreca mit großem Vorsprung, musste jedoch noch einmal nachtanken. Dadurch rückte Tristan Vautier im RD Limited (#30)-Oreca nach vorne, allerdings mit der Hypothek eines zusätzlichen Splash-and-Go-Stopps.

In der Schlussphase übernahm Louis Deletraz die Initiative. Der Schweizer überholte zunächst Meguetounif und später auch Vautier, der mit leerem Tank zwei Minuten vor Rennende die Box ansteuern musste. Tom Dillmann folgte seinem Teamkollegen auf Rang zwei, während sich Antonio Fuoco auf der Strecke den letzten Podiumsplatz gegen Algarve Pro Racing (#20) sicherte.

Nach dem Rennen wurde Cetilar Racing (#47) jedoch wegen eines technischen Verstoßes (Stewards Decision No. 85) mit einer 10-Sekunden-Strafe belegt. Damit rückte Algarve Pro Racing (#20) auf Rang drei vor – und APR feierte einen kompletten Podiumssweep.

 

LMP3: Ryba siegt – Entscheidung in der vorletzten Runde

In der LMP3-Kategorie begann das Rennen mit Paul Lanchere im CLX Motorsport (#17)-Ligier an der Spitze. Tim Whale (High Class Racing #94) und Romain Vozniak (Team Virage #8) lagen zunächst dicht dahinter.

Zwischenzeitlich wechselte die Führung mehrfach. Shahan Sarkissian im R-ace GP (#85)-Duqueine übernahm kurzzeitig die Spitze, musste diese aber wieder abgeben.

In den letzten 15 Minuten setzte Matus Ryba im 23Events Racing (#71)-Ligier alles auf eine Karte: Er übernahm die Führung, fiel jedoch kurz darauf aus, als das Auto plötzlich stoppte. Nach einem zweiten Startversuch konnte Ryba das Fahrzeug wieder in Gang setzen, lag nun hinter Alexander Jacoby (CLX Motorsport #17) und Luciano Morano (Forestier Racing by VPS #29).

Im direkten Duell gelang Ryba auf der vorletzten Runde das entscheidende Manöver: Er überholte zunächst Jacoby und anschließend Morano und sicherte sich so den LMP3-Sieg in Dubai, nur 0,4 Sekunden Vorsprung auf Morano. Das 23Events Racing (#71)-Auto demonstrierte erneut Nervenstärke und Rennspeed bis zur letzten Runde. Das Podium komplettierte der CLX Motorsport (#17)-Ligier, 1,9 Sekunden hinter dem Sieger.

 

GT: Harper hält Heinrich knapp in Schach

Die GT-Kategorie begann mit Abdulla Ali Al-Khelaifi im QMMF by Getspeed Mercedes-AMG (#37) an der Spitze. Bereits in Runde 14 kollidierte er beim Überholen der Team Virage (#1)-Ligier von Ajith Kumar unter Bremsen und verlor die Kontrolle, drehte sich in den Auslaufbereich und musste aufgegeben werden. Dies führte zu einer Virtual Safety Car-Phase, die in eine reguläre Safety-Car-Phase überging.

Nach mehreren Führungswechseln setzte sich Bo Yuan im Origine Motorsport Porsche (#87) an die Spitze, wurde jedoch im letzten Rennabschnitt von Harper unter Druck gesetzt. Hinter den beiden entwickelte sich ein intensiver Mehrkampf, während sich die Spitze immer weiter zuspitzte.

In den letzten Minuten lieferte sich Harper ein packendes Duell mit dem Daytona-24-Gesamtsieger Laurin Heinrich. Der BMW-Pilot verteidigte seine Position mit allen Mitteln und brachte den Sieg schließlich 0,881 Sekunden vor dem Porsche ins Ziel. Manthey (#10) komplettierte das Podium mit deutlichem Abstand.

Das offizielle Rennergebnis ist hier abrufbar.

Der Meisterschaftsstand nach Runde 4 ist hier abrufbar.

Rennen 2 verpasst? Hier kannst du dir die ganze Rennaction in voller Länge als Wiederholung anschauen ⬇️

Die Asian Le Mans Series setzt ihr Saisonfinale mit dem nächsten Double-Header fort. Die 4 Hours of Abu Dhabi stehen direkt am nächsten Wochenende, vom 6. bis 8. Februar, auf dem Programm und bilden den Höhepunkt der Saison 2025/26. In der LMP2- und LMP3-Wertung trennen die beiden führenden Teams gerade einmal 2 Punkte! Wie immer gibt es die Qualifying-Sessions und beide Rennen mit deutschem Kommentar auf unserem YouTube-Kanal!

Foto: Asian Le Mans Series

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