Die TCR Europe kehrt nach drei Jahren Pause an diesem Wochenende nach Ungarn zurück. Auf dem Hungaroring steht die vierte Saisonveranstaltung 2026 auf dem Programm, bevor sich die Meisterschaft in eine rund zweimonatige Sommerpause verabschiedet. Entsprechend wichtig werden die beiden Rennen für den weiteren Titelkampf.
Mit zwei Siegen in den ersten drei Rennwochenenden reist Nicolas Taylor als Tabellenführer nach Ungarn. Der Kanadier von PMA Motorsport gewann zuletzt Rennen 2 in Paul Ricard und führt die Meisterschaft mit 18 Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Nicola Baldan an. Die beiden Audi-Piloten setzen damit ihren engen Titelkampf fort, den sie bereits in den vergangenen Jahren in der TCR Italy ausgetragen haben.
Nur drei Fahrer im aktuellen Starterfeld haben bereits Rennerfahrung auf dem Hungaroring gesammelt. Viktor Andersson holte hier 2023 die Pole-Position, während Ruben Volt auf der ungarischen Strecke damals sein internationales TCR-Debüt feierte. Auch Nicola Baldan kennt den Kurs bereits von seinem Gaststart im WTCR 2021, wird dort jedoch erstmals mit einem Audi antreten. Nach einem schwierigen Wochenende in Frankreich möchte der deutsche Mike Halder wieder Boden im Titelkampf gutmachen. Der Deutsche hatte die Meisterschaft nach Spa-Francorchamps noch angeführt, verlor in Paul Ricard jedoch wichtige Punkte. Dafür reist er ohne Erfolgsballast nach Ungarn und hofft auf seinen ersten Saisonsieg.
Ebenfalls ohne Zusatzgewicht startet BRC Racing Team mit Alex Ley. Nach seinem starken Saisonauftakt verhinderten ein Qualifying-Unfall in Spa und ein schwieriges Wochenende in Frankreich weitere Topresultate. Gemeinsam mit Teamkollege Junesung Park, der punktgleich auf Rang fünf der Meisterschaft liegt, möchte der Hyundai-Pilot wieder in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen.
Auch Monlau Motorsport wartet trotz des Gewinns aller drei Meistertitel im Vorjahr noch auf den ersten Rennsieg der Saison. Ebenso konnte bislang noch kein CUPRA ein Rennen gewinnen. Viktor Andersson stand in Paul Ricard auf der Pole-Position und zählt auf dem Hungaroring erneut zu den Favoriten. Teamkollege Marco Butti wartet derweil weiterhin auf seinen zweiten Sieg in der TCR Europe, während Andersson in seiner mittlerweile vierten Saison seinen ersten Triumph in der Serie anstrebt. Selbstvertrauen dürfte ihm dabei seine bislang drei Siege in der diesjährigen TCR Spain geben.
Für das Rennwochenende gibt es zudem einige Veränderungen im Starterfeld. AIKOA Racing setzt nur noch einen Audi RS 3 LMS für Giacomo Prandelli ein. Sein bisheriger Teamkollege Santiago Concepción wechselt zu Squadra Martino und bildet dort gemeinsam mit dem Argentinier Tiago Pernía ein Honda-Duo. Für Concepción ist es gleichzeitig die Rückkehr zum Honda Civic Type R FL5 TCR, den er bereits in den vergangenen beiden Jahren eingesetzt hatte. Ein Heimdebüt feiert außerdem János Czik. Der Ungar startet als Wildcard-Pilot für Speed Technika und bestreitet gemeinsam mit seinem Team den ersten Einsatz in der TCR Europe. Zum Einsatz kommt dabei ein Hyundai i30 N TCR, der erstmals seit vier Jahren wieder in der Meisterschaft vertreten ist.
SP Compétition reduziert sein Aufgebot auf ein Fahrzeug für Sandro Pelatti, da sich das Team parallel auf seinen Einsatz im Kumho FIA TCR World Tour konzentriert. Zudem verzichten drei Stammfahrer der TCR Europe auf den Start in Ungarn und treten stattdessen bei ihrem Heimrennen in Paul Ricard an. Die komplette Fahrerliste findet ihr hier.
Nach der Testsession am heutigen Donnerstag, die Marco Butti anführte, stehen am Freitag zwei Freie Trainings auf dem Programm. Das Qualifying beginnt am Samstag um 10:50 Uhr, ehe direkt im Anschluss die schnellsten zwölf Fahrer im Q2 um die Pole-Position kämpfen. Rennen 1 startet am Samstag um 17:25 Uhr, Rennen 2 folgt am Sonntag um 13:00 Uhr. Beide Rennen gibt es live und mit deutschem Kommentar von Ben Wichterich-Setz auf unserem YouTube-Kanal!
Foto: TCR Europe
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