Die Supercars Endurance Series ist am vergangenen Wochenende im Rahmen des Algarve Iberian Racing Festival offiziell in die Saison 2026 gestartet. Auf dem Autódromo Internacional do Algarve sorgte besonders das stark besetzte GT4-Feld mit 28 Fahrzeugen für spektakulären Motorsport. In den Klassen GT4 Pro, GT4 Pro-Bronze, GT4 Bronze und GT4 Am lieferten sich die Fahrer über das gesamte Wochenende intensive Kämpfe, zahlreiche Positionswechsel und enge Entscheidungen.
Qualifying
Bereits im Qualifying wurde deutlich, wie ausgeglichen das GT4-Feld in dieser Saison ist. In beiden Sessions lagen die Topfahrzeuge teilweise nur wenige Hundertstelsekunden auseinander.
Im ersten Qualifying setzte sich Mathieu Martins im Racar Motorsport Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo mit einer Zeit von 1:50.331 Minuten an die Spitze. Der Franco-Portugiese war lediglich 0,058 Sekunden schneller als César Machado im Speedy Motorsport Toyota GR Supra GT4 EVO2. Rang drei ging an Francisco Mora im Toyota Gazoo Racing Caetano Portugal Toyota, nur 0,095 Sekunden hinter der Bestzeit – die Top 3 lagen damit innerhalb einer Zehntelsekunde. Auch die GT4 Pro-Bronze-Klasse präsentierte sich extrem stark. José Carlos Pires fuhr im Toyota Gazoo Racing Caetano Portugal Supra nicht nur zur Klassenbestzeit, sondern sogar auf Gesamtrang vier. Dahinter folgten Nuno Afonso im Gianfranco Motorsport Toyota sowie Nuno Pires im Batina Racing Supra.
In GT4 Bronze setzte Vasco Oliveira im Racar Motorsport Aston Martin ein Ausrufezeichen und wurde starker Sechster im Gesamtklassement. Dahinter reihten sich Luís Calheiros im Veloso Motorsport Porsche Cayman CS RS sowie Ricardo Costa im NM Racing Team Mercedes-AMG GT4 ein. Die GT4-Am-Wertung führte Jaime Garcia im SMC Motorsport McLaren Artura GT4 an. Javier Macias im Promotion Motorsport BMW M4 GT4 EVO und Rubén Vaquinhas im Gianfranco Motorsport Aston Martin komplettierten die Top 3. Die kompletten Ergebnisse von Q1 findet ihr hier.
Auch das zweite Qualifying blieb extrem spannend. Diesmal sicherte sich Alexandre Areia im Gianfranco Motorsport Toyota GR Supra GT4 EVO2 die Bestzeit. Dahinter folgte Orlando Batina im Batina Racing Toyota mit nur zwei Zehntelsekunden Rückstand. Die schnellsten GT4-Pro-Piloten waren diesmal die beiden Rookies Tomás Teixeira für Speedy Motorsport sowie Rodrigo Almeida im Toyota Gazoo Racing Caetano Portugal Supra. Beide überzeugten bei ihrem Meisterschaftsdebüt direkt mit starken Zeiten.
In GT4 Bronze beeindruckte Andrés Prieto im NM Racing Team Mercedes-AMG GT4 mit Rang sechs im Gesamtklassement. Héctor Hernández im Autoworks Motorsport BMW M4 GT4 und Ivan Velasco im Racar Motorsport Aston Martin folgten dahinter. Die Poleposition in GT4 Am sicherte sich Rómulo “Mico” Mineiro im Gianfranco Motorsport Aston Martin vor Alex Wendt im SMC Motorsport McLaren und Smörg im Promotion Motorsport BMW. Die kompletten Ergebnisse von Q2 findet ihr hier.
Rennen 1
Das erste GT4-Rennen am Samstag begann direkt spektakulär. Polesetter Mathieu Martins würgte seinen Aston Martin beim Start ab und fiel mehrere Positionen zurück. Dadurch übernahm César Machado im Speedy Motorsport Toyota zunächst die Führung, dicht gefolgt von Carlos Vieira im Veloso Motorsport Porsche Cayman RS CS.
Nur wenig später kam es allerdings zur Kollision zwischen beiden Fahrzeugen. Während der Porsche mit einem Wasserschaden ausschied, wurde auch das Rennen von Machado massiv beeinträchtigt. Währenddessen kämpfte sich Mathieu Martins eindrucksvoll zurück durchs Feld und lag bereits wieder auf Platz zwei, ehe ein Felgenschaden das Rennen des Aston-Martin-Piloten abrupt beendete.
Dadurch erbten Francisco Mora und Rookie Rodrigo Almeida im Toyota Gazoo Racing Caetano Portugal Toyota GR Supra GT4 EVO2 die Führung. Das Duo kontrollierte die zweite Rennhälfte souverän und fuhr ungefährdet zum ersten Gesamtsieg der Saison. Für eine der Überraschungen des Rennens sorgten Rafael Rajani und Luís Aguiar. Die beiden Nachwuchsfahrer brachten den McLaren Barcelona – SMC Motorsport McLaren Artura GT4 sensationell auf Gesamtrang zwei ins Ziel und überzeugten bei ihrem Debüt mit einer fehlerfreien Leistung. Rang drei ging an Filip Vava und Tomás Granzella im NM Racing Team Mercedes-AMG GT4, die sich mit einer starken Aufholjagd noch aufs Podium kämpften.
Auch in GT4 Pro-Bronze wurde bis zum Schluss hart gekämpft. José Carlos Pires und Francisco Abreu holten trotz einer Zehn-Sekunden-Strafe wegen Track Limits den Klassensieg für Toyota Gazoo Racing Caetano Portugal. Dahinter folgten Orlando Batina und Nuno Pires im Batina Racing Toyota sowie Kyam Potz und Himar Acosta im CV Performance x JP Motorsport Mercedes-AMG GT4. In der GT4 Bronze dominierten Vasco Oliveira und Ivan Velasco im Racar Motorsport Aston Martin lange Zeit das Geschehen und sicherten sich den Klassensieg. Besonders spannend wurde es in den Schlussrunden, als Ricardo Costa und Andrés Prieto im NM Racing Team Mercedes-AMG GT4 den Rückstand immer weiter verkürzten und letztlich nur knapp scheiterten. Platz drei ging an Andrius Zemaitis im Nokotech Racing by Speedy Toyota GR Supra GT4 EVO2. Die GT4-Am-Klasse entschieden Rubén Vaquinhas und Rómulo “Mico” Mineiro im Gianfranco Motorsport Aston Martin für sich. Dahinter landeten Smörg und Javier Macias im Promotion Motorsport BMW M4 GT4 EVO sowie Miguel Ferreira und Fernando Soares im NGT Motorsport Aston Martin auf dem Podium. Die kompletten Ergebnisse von Rennen 1 findet ihr hier.
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Rennen 2
Auch das zweite Rennen am Sonntag bot über die gesamten 50 Minuten spektakuläre Action. Bereits in der Anfangsphase setzte sich Alexandre Areia im Gianfranco Motorsport Toyota an die Spitze und verteidigte die Führung zunächst gegen den Batina Racing Toyota von Orlando Batina. Nach den Fahrerwechseln rückte jedoch César Machado im Speedy Motorsport Toyota immer näher heran und setzte den Führenden massiv unter Druck. Die beiden lieferten sich den wohl spannendsten Kampf des gesamten Rennens.
Kurz vor Rennende wurde das Rennen jedoch durch eine Safety-Car-Phase neutralisiert, nachdem es zu einer Kollision zwischen dem Autoworks Motorsport BMW M4 GT4 und dem NM Racing Team Mercedes gekommen war. Machado überholte während der Safety-Car-Phase allerdings unerlaubt und erhielt dafür nach dem Rennen eine Zehn-Sekunden-Strafe. Damit gingen der Gesamtsieg sowie der Sieg in GT4 Pro-Bronze letztlich an Nuno Afonso und Alexandre Areia im Gianfranco Motorsport Toyota GR Supra GT4 EVO2. César Machado und Tomás Teixeira wurden zwar auf Platz zwei zurückversetzt, sicherten sich aber dennoch den Sieg in der GT4-Pro-Klasse.
Dahinter komplettierten Mees Houben und Lachlan Evennett im zweiten Speedy Motorsport Toyota das GT4-Pro-Podium. Da das Duo allerdings keine Meisterschaftspunkte sammeln kann, erbten Carlos Vieira und der deutsche Philipp Gogollok die Punkte für Platz drei.
In GT4 Bronze feierten André Nabais und Miguel Nabais im Gianfranco Motorsport Toyota ihren ersten Klassensieg der Saison. Vasco Oliveira und Ivan Velasco verloren den Sieg nach einer Zeitstrafe wegen Track Limits und wurden Zweite. Erneut stark unterwegs war Andrius Zemaitis, der mit Rang drei das zweite Podium des Wochenendes einfuhr. Die GT4-Am-Klasse ging diesmal an Jaime Garcia und Alex Wendt im SMC Motorsport McLaren Artura GT4. Die Sieger des Samstags, Rubén Vaquinhas und Rómulo “Mico” Mineiro, wurden diesmal Zweite vor Javier Macias und Smörg im Promotion Motorsport BMW. Die kompletten Ergebnisse von Rennen 2 findet ihr hier.
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Die nächste Runde der Supercars Endurance Series findet vom 5. bis 7. Juni auf dem Circuito de Madrid Jarama – RACE statt. Dort wird ausschließlich die Supercars España beziehungsweise die Campeonato de España de Supercars gewertet. Natürlich übertragen wir auch dieses Rennwochenende wieder live mit deutschem Kommentar auf unserem YouTube-Kanal!
Foto: Supercars Endurance Series
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